Rezension “Der Vorleser” von Bernhard Schlink

Der Vorleser von Bernhard Schlink

Klappentext: Sie ist reizbar, rätselhaft und viel älter als er … und sie wird seine erste Leidenschaft. Sie hütet verzweifelt ein Geheimnis. Eines Tages ist sie spurlos verschwunden. Erst Jahre später sieht er sie wieder. Die fast kriminalistische Erforschung einer sonderbaren Liebe und bedrängenden Vergangenheit.
(Quelle: http://www.diogenes.ch/leser/titel/bernhard-schlink/der-vorleser9783257229530.html)

Der Vorleser habe ich das erste Mal in der neunten Klasse gelesen und
seitdem hat mich diese Geschichte nicht mehr losgelassen. Am Einband des Buches kann man sehr gut erkennen, dass ich es schon mehrere Male gelesen habe. Wie oft? Ich weiß es nicht, denn irgendwann habe ich aufgehört, mitzuzählen.
Der Roman spielt zu Beginn ungefähr im Jahre 1960 und im späteren Verlauf steht der Holocaust im Mittelpunkt der Handlung. Damit ihr wisst, wieso weshalb warum mich das Buch seither so fasziniert, erzähle ich euch kurz, um was geht: Der 15-jährige Schüler Michael muss sich aufgrund einer Gelbsuchterkrankung in der Öffentlichkeit übergeben und die 36-jährige Hanna Schmitz kommt ihm zur Hilfe. Einige Tage später will Michael sich bei der Frau bedanken und zwischen beiden entstehen nach und nach erotische Gefühle. Daraus entwickelt sich eineLiebesbeziehung, in der es zum Ritual wird, dass Michael Hanna vorliest – meistKlassiker wie Tolstoi und Lessing. Sie verbringen sogar einen Sommer zusammen und dasBand zwischen ihnen wird stärker, doch eines Tages ist Hanna verschwunden.
Erst Jahre später sehen sich beide in einem Gerichtssaal wieder. Michael ist mittlerweile Jurastudent und Hanna eine der Angeklagten, dessen Prozess er verfolgt.
Warum ist Hanna einfach verschwunden? Was verschweigt sie? Und viel wichtiger: Was hat sie getan, das sie zu einer Angeklagten macht? Michael ahnt nicht, dass er viel mehr über Hanna weiß, als er denkt. Bis er ihr Geheimnis aufdeckt…


„Warum? Warum wird uns, was schön war, im Rückblick dadurch brüchig, daß es hässliche Wahrheiten verbarg?“
Seite 38


Bernhard Schlink behandelt in seinem Roman Themen, die ernst sind, vielleicht sogar tabuisiert werden von der Gesellschaft: Schuld, Reue, Scham. Doch der Autor schildert diese Themen so sensibel und mit einem sachlichen, klaren Schreibstil, sodass es zunächst distanziert wirkt. Das hat jedoch zur Folge, dass weder die Charaktere noch deren Handlungen einseitig oder voreingenommen dargestellt werden. Keine Figur wird beschuldigt oder eine Handlung als schlecht dargestellt – nein, das zu interpretieren bleibt dem Leser vorbehalten. Auch alltägliche Dinge, wie das gemeinsame baden, vorlesen und sich lieben beschreibt der Autor nüchtern. Gleichzeitig aber vermittelt Bernhard Schlink die Gedanken und Gefühe so tiefsinnig und fast philosophisch, dass ich selbst als Leserin angefangen habe, zu analysieren, zu verstehen und zu hinterfragen.
Das Thema Holocaust ist auch heute noch in unserer Gesellschaft tief verwurzelt und genau aus diesem Grund bewundere ich Bernahrd Schlink, denn er entfernt sich von Schuldanweisungen. Er stellt hingegen vieles in Frage: Die Handlungen der Richter, Anwälte und der Angeklagte. Als Leser ist man gezwungen, selbst darüber nachzudenken und genau diese Fragen schwirren auch heute noch – Jahre nachdem ich das Buch zum allerersten Mal gelesen habe – in meinem Kopf umher. Kann man die im Buch beschriebenen Taten verzeihen? Was hätte ich an Hannas Stelle getan? Und was an
Michaels Stelle? All diese Fragen muss jeder Leser für sich selbst entscheiden.
Fazit: In Der Vorleser schafft es der Autor, die Schuld von mehreren Seiten zu betrachten und Leser seine eigene Entscheidung treffen zu lassen. Es ist ein Buch, das sich für jede Generation eignet und mitunter die einzige Schullektüre,  die ich heute noch lese. Michaels und Hannas Geschichte hat mich geprägt.

Rezension “Walker Ink – Tempted” von Isabelle Richter

Walker Ink – Tempted von Isabelle Richter

Klappentext: Noah Walker führt seit einem traumatischen Einsatz während seiner Zeit als Soldat in einer Spezialeinheit ein zurückgezogenes Leben, in dem kein Platz für eine Frau ist. Ausgeschlossen, dass er sich jemals wieder auf etwas einlässt, was auch nur ansatzweise nach Beziehung riecht – bis die quirlige Emma Brooks auf den Plan tritt.
Die junge Frau hat sich nicht nur in den Kopf gesetzt, dass Noah sie tätowieren soll, sondern sieht darüber hinaus auch noch ihren persönlichen Mister Right in ihm. Mit ihrer direkten und zielstrebigen Art verpasst sie Noahs Schutzpanzer zunehmend Risse und führt ihn mit ihrer Hartnäckigkeit und Fröhlichkeit in Versuchung, sich ihr entgegen aller Vorbehalte zu öffnen. Das erste Mal seit Jahren wagt Noah sich aus seiner Deckung, indem er der Anziehung und Sehnsucht, die Emma in ihm auslöst, nachgibt.
Doch dann passiert etwas, das ausgerechnet Emma völlig aus der Bahn wirft und plötzlich ist es Noah, der stark für sie beide sein muss. Wird er ihr beweisen können, dass ihr Herz die richtige Wahl getroffen hat und sie eine Zukunft miteinander haben?
(Quelle: Written Dreams Verlag)

Ein großes Dankeschön an den Written Dreams Verlag für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Meine Meinung: Walker Ink – Tempted ist mein allererstes Rezensionsexemplar aus dem Written Dreams Verlag und allein das Cover verspricht eine heiße, mitreißende Geschichte ganz nach meinem Geschmack.  Walker Ink – Tempted ist der zweite Band um die Walker-Brüder und handelt von Noah, der mich bereits von der ersten Seite an mit seiner verschlossenen, eigenbrödlerischen Art in seinen Bann gezogen hat. Und auch Emma, einer Kundin des Tattoostudios Walker Ink, geht es genauso – wer kann es ihr verübeln? Ich jedenfalls nicht.


“Wirklich… vertraust du mir?”
Ihre Miene wird weich und sie stellt sich auf ihre Zehenspitzen, um mich zu küssen. “Immer, Noah”, wispert sie leise.
Position 2188


Emma hat es sich in den Kopf gesetzt, hinter Noahs verschlossene Fassade zu schauen. Da Noah aber mindestens genauso stur wie sie selbst ist, ist es der Beginn einer mühsamen und zugleich spannungsvollen Geschichte, bei der die Autorin nicht mit heißen Szenen geizt.
Zu Beginn habe ich mir tatsächlich etwas mit Emma schwer getan, denn genauso wie Noah habe ich sie als nervig empfunden. Sie wollte so schnell wie möglich einen Termin zum Tätowieren und hat es irgendwie geschafft, Noah mehr oder weniger zu einem Date zu zwingen. Klingt zunächst nach einer aufdringlichen Protagonistin, aber je mehr es zwischen ihr und Noah knisterte, desto mehr mochte ich sie. Denn ihre Sturheit ist genau das, was Noah braucht: Er zieht sich immer mehr zurück und lässt keinen an sich heran. Und das, obwohl er Emma mehr will, als er zugibt…
Ich habe das Buch innerhalb eines Tages gelesen und war einfach begeistert von der Geschichte, die Isabelle Richter erschaffen hat. Ihr Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen; auch die Sexszenen sind heiß und keineswegs zu übertriebendargestellt. Besonders Noah ist ein Charakter, der viele Narben mit sich herumträgt und seine Verletzbarkeit mit Unnahrbarkeit kaschiert. Zusammen mit der taffen Emma ergeben sie ein Paar, das sich wunderbar ergänzt.
Fazit:
Ich will mehr von den Walker-Brüder! Walker Ink – Tempted verdient 5 von 5 Herzchen.

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Rezension “Keiner weiß von uns” von Jana von Bergner

Keiner weiß von uns von Jana von Bergner

Klappentext:
Eines Tages wirst du dort sein, wo du schon immer sein wolltest.

Julian ist als Theaterregisseur gescheitert und verdient nun sein Geld als Lehrer. Eins hat er gelernt: In seinem Leben ist kein Platz für bunte Seifenblasenträume. Bis er auf die lebensfrohe Emma trifft, die genau das in ihm berührt, was er in die hinterste Ecke seines Herzens verbannt hat.

Ohne ihre Träume wäre Emma längst verloren. Sie sind es, die ihr nach einem schweren Schicksalsschlag den Weg zeigen und ihr – egal wie allein sie sich fühlt – wieder Hoffnung geben. Sie träumt davon, Schauspielerin zu werden. Und sie träumt von Julian, den sie heimlich liebt. Doch ihre Liebe darf nicht sein: Julian ist ihr Lehrer, Gefühle zwischen ihnen sind absolut tabu. Als dann noch etwas passiert, mit dem beide nicht gerechnet haben, werden ihre Gefühle auf eine harte Probe gestellt. Können doch nicht alle Träume in Erfüllung gehen? Emma und Julian sind hin- und hergerissen. Werden sie ihren Herzen folgen und ihrer Liebe eine Chance geben? Oder beugen sie sich der harten Realität, die manchmal keinen Ausweg zulässt?

„Keiner weiß von uns“ ist der zutiefst berührende Band der neuen New Adult-Reihe von Jana von Bergner. Eine Geschichte von zerstörten Träumen und neuen Wegen, von Geheimnissen und dem Mut, Tabus zu brechen, von Sehnsucht und Leidenschaft – und dem Kampf um die einzig wahre Liebe.(Quelle: Jana von Bergner)

Ein großes Dankeschön an Jana von Bergner für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Meine Meinung: Nachdem mich der Vorgänger Keiner trennt uns begeistert hat, habe ich mich umso mehr auf Keiner weiß von uns gefreut. Diesmal geht es um Emma, Hannas jüngerer Schwester, die das Theater und Schauspielern liebt. Sie nimmt auch an der Theater AG ihrer Schule teil, welche von Julian geleitet wird, dessen Leidenschaft ebenfalls das Theater ist. Sie sind Schülerin und Lehrer, aber fühlen sich beide zueinander hingezogen. Verborgene Gefühle und ein verbotene Liebe…


“Finden Sie? Ich mag Tränen.” Der nachdenkliche Blick aus seinen braunen Augen berührte sie tief im Inneren. “Sie sind so ehrlich. Wer einer lächelnden Person ins Gesicht sieht, weiß nie, woran er ist. Aber die wenigsten verstellen sich, wenn sie weinen.”
Position 1723


Mit Emma hat die Autorin eine Protagonistin geschaffen, die ich aufgrund ihrer selbstbewussten und mutigen Art sofort ins Herz geschlossen habe. Das Wiedersehen mit bekannten Charakteren aus dem Vorgängerband fand ich besonders schön und schafft eine wohlige Atmosphäre.
Auch die Nebencharaktere wie Emmas Freundinnen oder Julians Eltern hat die Autorin sehr gut und authentisch herausgearbeitet. Ihr Schreibstil ist auch hier wieder sehr flüssig und angenehm zu lesen, sodass ich das Buch an einem Tag verschlungen habe.
Jana von Bergner schafft es, die innere Zerrissenheit und Verzweiflung von Emma sowie Julian absolut ergreifend zu vermitteln. Ich habe mit beiden mitgelitten und gehofft. Gehofft, dass ihre Liebe irgendwie eine Chance hat. Ein einschneidendes Geschehnis bringt in die ohnehin mitreißende Geschichte Spannung und sorgt dafür, dass man wissen muss, wie es weitergeht!
Fazit: Keiner weiß von uns ist die herzergreifende Fortsetzung von Jana von Bergner und hat mir sogar noch etwas besser gefallen als der Vorgänger. Ich vergebe 5 von 5 Herzen.

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Rezension “A Head Full of Ghosts – Ein Exorzismus” von Paul Tremblay

A Head Full of Ghosts – Ein Exorzismus von Paul Tremblay

Klappentext: Ein Meisterwerk des psychologischen Schreckens.

A Head Full of Ghosts schildert auf mehreren Zeit- und Personenebenen die Erlebnisse der 14-jährigen Marjorie. Als sie Anzeichen einer Geisteskrankheit zeigt, gipfelt die Hilflosigkeit ihrer Familie und der Ärzte in einem Exorzismus, der als Show live im TV ausgeschlachtet wird.
Jahre später gibt Merry, die jüngere Schwester von Marjorie, ein Interview und spricht über die tragischen und unheimlichen Geschehnisse, die seither zur urbanen Legende wurden.
(Quelle: Festa Verlag)

 Ein großes Dankeschön an den Festa Verlag für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Meine Meinung: Schon jeher fasziniert mich das Thema Exorzismus und da konnte ich mir das Must Read von Festa nicht entgehen lassen. Es geht um Merry, an deren ältere Schwester Marjorie vor Jahren ein Exorzismus ausgeübt wurde. Sie gibt ein Interview, in dem sie der Reporterin erzählt, was geschehen ist.
Die Kapitel werden aus der Sicht der damals achtjährigen sowie heute erwachsenen Merry beschrieben und einer Bloggerin, die de TV-Serie analysiert, die den Exorzismus begleitet. Diese verschiedenen Erzählebenen beleuchten die Ereignisse um Marjorie auf verschiedene Art und Weise, was die Handlung noch interessanter macht zu lesen.
Im Gegensatz zu der Festa Extrem-Reihe kommt dieses Buch ohne Ekel-Momente, viel Blut oder Gewalt aus. Der Autor schildert die Geschehnisse auf beunruhigende, teilweise beängstigende Weise.


“[…] Es wird schlimmer wehtun als alles, was du jemals gefühlt hast. Du wirst stöhnend erwachen, erstickend am Blut, und du wirst buchstäblich weiße Schmerzexplosionen in deinem Kopf sehen […]”
Seite 95


Dennoch schleicht sich durch seine Wortgewandheit und den sehr bildhaften Schreibstil ein Grusel-Gefühl durch das Buch, das einen erschaudern lässt. Ist Marjorie besessen? Oder ist sie psychisch krank? Das kann jeder Leser für sich selbst entscheiden.
Aber nicht nur Besessenheit, sondern auch das zerrüttete Familienleben und die Darstellung dessen der Medien spielen eine tragende Rolle. Das alles zusammen ergibt eine Geschichte, deren Kern langsam vorangeht und erschütternd wirkt.
Fazit: A Head Full of Ghosts ist eine Geschichte, die verstörend, beunruhigend und somit für mich ein sehr gelungenes Festa Must Read zur Thematik des Exorzismus ist. Ich vergebe 5 von 5 Herzen.

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5 Gründe, warum “Ich kann dich verdammt gut riechen” eine Liebeskomödie to go ist

In meiner Rezension zu Ich kann dich verdammt gut riechen (REZI) von Lisa M. Louis habe ich bereits angedeutet, dass hierzu noch ein Beitrag folgen wird. Die liebe Lisa hat mich nämlich darum gebeten, ihr Buch so zu lesen, wie sie es konzipiert hat – als Liebeskomödie to go. Sei es im Bus, in der U-Bahn oder während der Mittagpause lesen. Ich bin absolut kein Zwischendurch-Leser, aber habe die Challenge angenommen und muss sagen, dass es wahrhaftig eine Liebeskomödie to go ist. Warum, verrate ich euch jetzt!
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Rezension “Die Zeitwächterin” von Lillith Korn

Die Zeitwächterin von Lillith Korn

Klappentext:
Eine Seele, älter als die Zeit.

Nach einem Museumsbesuch steht Theklas Welt still – wortwörtlich. Als sich der Vorfall wiederholt, muss sie feststellen, dass niemand außer ihr die Zeitaussetzer bemerkt, geschweige denn ihr glaubt.
Sie begibt sich allein auf die Suche nach Antworten und stößt auf unerwartete Hilfe von dem Antiquar Matteo. Er erklärt ihr, dass sie die Zeit anhalten und in ihr reisen kann, und bietet ihr an, sie zu trainieren. Doch woher stammt sein Wissen?
Bei ihren Zeitreisen sucht Thekla zudem eine bedrohliche Stimme heim.
Schnell wird das begonnene Abenteuer zum bitteren Ernst … bis Thekla schließlich vor einer unvorstellbaren Entscheidung steht: Sollte sie ein Leben für viele andere opfern?
(Quelle: Zeilengold Verlag)

Ein großes Dankeschön an den Zeilengold Verlag für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Meine Meinung: Mit Die Zeitwächterin erreichte mich mein erstes Buch und auch Rezensionsexemplar aus dem Zeilengold Verlag. Der Klappentext klingt wahnsinnig spannend und so habe ich mich sehr auf die Geschichte gefreut! Das Cover ist absolut hinreißend und definitiv ein Blickfang.


“Sie stürzte durch eine Schwärze, die nur vereinzelt helle Schlieren mit sich zog. Intuitiv breitete sie die Arme aus wie ein Vogel und der Sturz verlangsamte sich.”
Position 2012


Der Enstieg in die Geschichte verlief eher mäßig und ich habe mir mit der Protagonistin Thekla etwas schwer getan, was aber keinesfalls am Schreibstil von Lillith Korn liegt, denn dieser ist flüssig und angenehm zu lesen. Die handelnden Charaktere wurden mir etwas zu oberflächlich dargestellt, sodass ich keinen absoluten Sympathieträger gefunden habe.
Die Geschichte des Zeitreisens ist an sich eine klasse Idee und Spannung konnte das Buch für mich nur in den Momenten erzeugen, in denen Thekla in der Zeit “festgefroren” war und ihrer Gabe auf der Spur war. Der Antiquar Matteo ist einerseits lieb und hilfsbereit, andererseits auch mysteriös und undurchschaubar.
Fazit: Die Zeitwächterin war für mich ein kurzweiliges Leseerlebnis, das definitiv bei dem ein oder anderen von euch mehr Anklang finden wird, aber bei dem mir der Nervenkitzel gefehlt hat. Ich vergebe 3 von 5 Herzen.

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Rezension “Tödliche Krähen” von Denny van Heyen

Tödliche Krähen von Denny van Heyen

Klappentext: Tom Rhyer, welcher vor über zwei Jahren seinen ersten und bisher letzten Bestseller landete, leidet an einer schweren Schreibblockade. Um einen Neuanfang zu wagen, gibt er sein altes Leben im texanischen Austin auf und versucht sein Glück in Kalifornien. Eine kleine Insel namens Arcane Island soll für ihn zum neuen Zuhause werden und ihn von der Blockade befreien.
Als er seinen neuen Nachbarn, Michael Hales, kennenlernt, spielen seine Gefühle schlagartig verrückt. Tom erlebt von nun an eine aufregende Zeit mit dem attraktiven Vater zweier Kinder und stellt sich der Herausforderung, von Johnny- dem ältesten Sohn- akzeptiert zu werden.
Ausgerechnet in diesen Tagen verhalten sich die Krähen auf dem umliegenden Feld merkwürdig. Schnell spüren die Männer, dass sie sich und ihre junge Familie schützen müssen. Doch zu spät erkennen sie, dass von den Krähen eine Gefahr ausgeht.
Eine tödliche Gefahr…
(Quelle: Denny van Heyen)

Ein großes Dankeschön an Denny van Heyen für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Meine Meinung: Der Einstieg in die Kurzgeschichte Tödliche Krähen ist mir etwas schwer gefallen und auch die Beziehung zwischen dem Protagonisten Tom und seinem Nachbar Michael geht mir zu schnell vonstatten.
Alle handelnden Charaktere hat der Autor trotz der Länge der Geschichte sehr gut herausgearbeitet und der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig zu lesen.
Spannung wurde vor allem durch das merkwürdige Verhalten der Krähen und ein einschneidendes, tragisches Erlebnis erzeugt. Dem Leser wird schnell bewusst, dass diese Vögel bösartig und eine Bedrohung für die Familie sind. Das Ende macht definitiv neugierig auf de Fortsetzung und auch das Cover ist schön gestaltet.


“Die Krähen schlugen mit ihren Flügeln und flogen in die Luft. Sie reckten ihre Köpfe nach vorne und waren im Begriff, die beiden Männer zu töten.”
Position 842


Fazit: Tödliche Krähen ist eine rundum gelungene Kurzgeschichte mit Gruseleffekt, für die ich 4 von 5 Herzchen vergebe!

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Rezension “Observe – Die neue Welt” von Lisa M. Louis

Observe – Die neue Welt von Lisa M. Louis

Klappentext: Kim und Martin erwachen knapp fünfhundert Jahre zu spät aus dem kryogenen Schlaf.
Das Land hat sich verändert.
Die neue Welt ist faszinierend und Furcht einflößend zugleich.
Verfolgt von der machthungrigen Jane schließt sich Kim den Rebellen an, um das System zu stürzen.

Wird ihr der Plan gelingen? Und wem wird sie ihr Herz schenken, dem jungen Rebellen Logan oder ihrem alten Freund Martin?
(Quelle: Lisa M. Louis)

Ein großes Dankeschön an Lisa M. Louis für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Meine Meinung: Observe – Die neue Welt handelt von der Protagonistin Kim, die sich vor mehreren hundert Jahren mit ein paar anderen Studenten hat einfrieren lassen. Doch viel zu spät erwachen sie und die anderen und finden eine Welt vor, die beängstigend und befremdlich wirkt.
Kim ist ein mutiges, wissbegieriges Mädchen und versucht sich dieser Welt anzupassen. Sie hat keine Familie mehr und fühlt sich zunehmend einsamer. Aber es dauert nicht lange, bis ihr klar wird, dass nicht jeder etwas Gutes im Sinn hat.


“Es beginnt zu regnen. Kalte Tropfen rinnen mir über die Wangen und verschmelzen mit meinen Tränen. Ich bleibe noch eine Weile starr vor Entsetzen sitzen.”
Seite 145


Bald darauf erwachen auch die anderen aus dem kyrogenen Schlaf – was ich übrigens eine sehr coole Idee fnde – und Kim ist nicht mehr ganz so allein. Sie lernt Logan kennen, der schon lange in dieser Welt lebt, und mit ihm auch die Rebellen. Doch warum gibt es ein Rebellion? Gegen was kämpfen sie an?
Kim als Protagonistin war mir durchweg ein sehr sympathischer Charakter, denn sie hinterfragte viel und bleibt kritisch. Lediglich ihre Zerrissenheit, zu welchem Jungen sie sich mehr hingezogen fühlt, störte mich etwas.
So konnte ich auch Logan nicht sehr gut einschätzen, da er zwar Kim hilft, in der neuen Umgebung zurechtzukommen, aber sich im nächsten Moment eigenartig verhält.
Lisa M. Louis schreibt sehr flüssig und angenehm, wobei sie es besonders schafft, Spannung zu erzeugen. Ich war wahnsinnig gefesselt von der Geschichte und Welt, die die Autorin geschaffen hat. Zwar gibt es noch ein paar unbeantwortete Fragen, aber auf deren Auflösung hoffe ich in der Fortsetzung.
Dann aber kommt das Ende und ich kann euch gar nicht sagen, wie fix und fertig ich war! Ich war schockiert und aufgelöst und hätte am liebste sofort die Fortsetzung gelesen. Der Klappetext hierzu hat mich übrigens noch hippeliger werden lassen.
Fazit: Observe – Die neue Welt hat mich begeistert! Eine Dystopie, die mich so hat mich mitfiebern lassen und für die ich 5 von 5 Herzen vergebe.

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