Rezension “Exymetrie: Prelude” von Patricia Jane Castillo

Exymetrie: Prelude von Patricia Jane Castillo

Klappentext: “Hast du dir ausgesucht auf welcher Seite des Schachbretts du stehst?

Narilenne wird bei der Geheimorganisation Estra zu einer Agentin mit parapsychologischen Fähigkeiten ausgebildet.
Während einer gefährlichen Mission begegnet sie Ciel.
Sie fühlt eine seltsame Verbindung, die es nicht geben dürfte.

Denn Ciel ist ihr Feind. Er gehört einer dunklen Organisation an, die Estra vernichten will.”
(Quelle: http://www.patricia-jane.com/buecher/)

Ein großes Dankeschön an Patricia Jane Castillo für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Meine Meinung: Das Cover, welches aus Lilatönen und einem Hintergrund besteht, der mich an das Universum erinnert, finde ich sehr schön gestaltet. Es passt zur Geschichte und ist ein richtiger Eyecatcher.
Die Protagonistin Narilenne gehört zur Organisation Estra und damit der weißen Seite des Schachbretts an. Sie ist in der Ausbildung, um ihre parapsychologischen Fähigkeiten zu trainieren. Mit ihren Mitkadetten nimmt sie an Missionen teil, bei denen sie ihre Fähigkeiten gezielt einsetzen müssen.
Dann gibt es noch die schwarze Seite des Schachbretts, die Ranxour, denen Ciel angehört. Die Ranxour wollen die Macht über Welt und Menschheit an sich reißen, die Estra aber wollen dies unterbinden.
Doch wie es soll es anders kommen? Narilenne und Ciel treffen aufeinander und sie versteht, dass es nicht nur alles Schwarz oder Weiß ist…


“Oder hast du nur die Augen davor verschlossen?” Seine Stimme war  heiße Schokolade. Selbst im schwachen Licht, glänzten seine Auen wie polierter Schmuck. Er stützte seine Hände neben ihrem Kopf ab.


Einige Kapitel habe ich gebraucht, um in die Geschichte hineinzufinden und mich in der Welt der Estras und Ranxours zurechtzufinden, die so ganz anders und komplex ist. Patricia Jane Castillos Schreibstil ist durchweg flüssig und angenehm zu lesen.
Auch wenn Narilenne die Hauptfigur ist, erfährt der Leser in kleinen Häppchen auch etwas über die anderen Charakteren. Vero war für mich eine sehr interessante Figur, dennoch wurde ich mit Narilenne bis zum Ende hin nicht wirklich warm. Es fehlte mir der “Funken”, der dazuführt, dass ich mich komplett in die Protagonistin und das Abenteuer hineinversetzen konnte.
Fazit: Exymetrie: Prelude ist eine Geschichte, deren Vielschichtigkeit ich bewundere und mich manchmal doch ein wenig verwirrte. Ich vergebe 3 von 5 Herzen.

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Rezension “Brink of Insanity – Am Rande des Wahnsinns” von Elena Bork

Brink of Insanity – Am Rande des Wahnsinns von Elena Bork

Klappentext: “Wenn eine Epidemie ausbricht und seltsame Kreaturen über das Land hereinbrechen, sehen sich junge Studenten gezwungen, um ihr Überleben zu kämpfen. Doch es ist nicht nur das eigene Land, das geradezu in die Apokalypse stürzt, sondern auch andere Länder Europas und bald schon die ganze Welt. Wie kann man in einer Welt überleben, in der die Gesellschaft zertrümmert, das Überleben schier unmöglich gemacht wird und sich eine Verschwörung offenbart, die die Welt in Chaos und Verzweiflung stürzen wird. […]”
(Quelle: http://brinkofinsanity.de)

Ein großes Dankeschön an Elena Bork für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Meine Meinung:  Epidemie, Apokalypse, der Kampf ums Überleben – der Klappentext machte mich neugierig und als das Buch, das mit vielen Illustrationen ausgeschmückt ist, ankam, freute ich mich umsomehr. Das Cover ist in schwarz-weiß gehalten und spiegelt so die Finsternis der Geschichte perfekt wider.
Doch leider verflog  meine Euphorie ziemlich schnell. Brink of Insanity beginnt mit einer Kampfszene, bei der viel Blut fließt und mir schnell klar wurde, wie sehr die Menschen um ihr Leben kämpfen müssen. Danach findet ein Zeitsprung von einem Jahr statt und der Leser befindet sich wieder am Anfang der Geschichte, sodass er das Ausbrechen der Seuche miterlebt.
Je weiter ich voranschritt, desto schwerer habe ich mir mit der Geschichte getan. Viele Charaktere werden miteingebunden, weshalb ich schnell den Überblick verloren habe und keinen wirklichen Lieblingscharakter gefunden habe.
Im restlichen Verlauf der Geschichte werden weiterhin Rückblenden eingebaut, die sehr gelungen eingebaut wurden und mir den Charakter etwas näher gebracht haben. Das Ausbrechen der Seuche, wie diese voranschreitet und die Menschheit verändert, wurden authentisch und spannend beschrieben. Dennoch hätte die Autorin den Figuren mehr Tiefgang geben können sowie das Drumherum noch mehr ausschmücken können.
Kommen wir aber zu meinem größten Kriterium: Die Zeichensetzung. Leider haben sich einige Fehler eingeschlichen, die meinen Lesefluss ungemein gestört haben. Nach Rücksprache mit der Autorin wird dies aber noch überarbeitet, sodass es letztendlich fehlerfrei zu kaufen seien wird.
Fazit: Brink of Insanity konnte mit seiner Grundidee überzeugen, jedoch fehlte mir der Tiefgang und es sollte nochmal ein Auge auf die Zeichensetzung geworfen werden. Ich vergebe deshalb 2 von 5 Herzen.

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Rezension “Die Legenden der besonderen Kinder” von Ransom Riggs

Die Legenden der besonderen Kinder von Ransom Riggs

Klappentext: Die langerwartete Rückkehr in die Welt von Jacob, Emma und Miss Peregrine – SPIEGEL-Bestseller-Autor Ransom Riggs erzählt in diesem Band mit einzigartigen Fantasy-Erzählungen die wunderbaren, unheimlichen und herrlich skurrilen “Legenden der besonderen Kinder”

Die Geschichte der ersten Ymbryne und der Entstehung der Zeitschleifen, die Sage vom Mädchen, dessen beste Freundin seine tote Schwester ist, oder das Märchen vom Wald der besonderen Tiere – jedes besondere Kind kennt die berühmten Erzählungen, die über Generationen in aller Welt gesammelt wurden.
Nun liegen die faszinierenden »Legenden der besonderen Kinder« endlich auch in schriftlicher Form vor – in hochwertiger Geschenk-Ausstattung mit zahlreichen Illustrationen

Ein Muss für Fans der Bestseller-Reihe und der Verfilmung von Tim Burton – und ein atmosphärischer Einstieg für alle, die die Welt der »besonderen Kinder« noch entdecken möchten.

(Quelle: Verlagsgruppe Droemer-Knaur)

Ein großes Dankeschön an Droemer-Knaur für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Meine Meinung:  Von Ransom Riggs hatte ich bisher nur Die Insel der besonderen Kinder gelesen und den Film geschaut, dessen Regie Tim Burton führte. Ich war gespannt, welche Abenteuer mich in seinem neuesten Buch erwarteten.
Die Goldprägungen, das satte Grün und die Illustrationen, die sich im Buch wiederfinden lassen, sind wahnsinnig schön. Optisch gibt das Buch schon mal alles, was mein Büchernerd-Herz höher schlagen lässt.
Das Buch ist wie eine Märchensammlung gestaltet und Ransom Riggs hält zehn Geschichten für uns bereit. Von netten Kannibalen, die in friedlicher Ruhe mit Menschen zusammenleben und einem Mädchen, das Geister sehen kann, gibt es hier nicht nur gruseliges, sondern auch märchenhaftes. Ransom Riggs hat zudem das Talent, durch wenige Sätze den Leser zum Schmunzeln zu bringen.
Bereits mit der ersten Legende konnte der Autor mich in eine fantastische Welt entführen und so bin ich durch die restlichen Seiten geflogen. Man erfährt nicht nur, wie die besonderen Menschen früher gelebt haben und welch eine harte Zeit sie durchleben mussten, sondern Ransom Riggs vermittelt hier auch Werte. Werte wie Akzeptanz und Toleranz, Selbstliebe und zeigt auf, was Habgier und Hass anrichten können.

“Ich präge mir das Gesicht meiner Freundin ein”, antwortete er. “Damit ich mich im Augenblick des Todes daran erinnern kann.”
Seite 68

Fazit: Die Legenden der besonderen Kinder entführt in fantastische, mysteriöse, teils kuriose Welten und vermittelt zudem Weisheiten. Sowohl für Fans der Bücher als auch für Neueinsteiger bietet es ein tolles Lesevergnügen. Dafür gibt es von mir 5 von 5 Herzen.

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Meine liebsten Legenden:
Die edlen Kannibalen
Die Geisterfreundin

Rezension “Inside you” von Dagny S. Dombois

Inside you von Dagny S. Dombois

Klappentext: Jordan ist ein sympathischer Typ, fürsorglich, freundlich und eigentlich vollkommen harmlos. Doch er ist nicht allein. In seinem Inneren lauert eine bizarre, gnadenlose Kraft, die ein grausames Spiel mit ihm treibt. Sie benebelt seine Sinne und zwingt ihn zu töten, wann immer sie es will. Als sie Jordan schließlich ihre furchterregende Existenz offenbart, die er bis zu diesem Moment immer versucht hatte zu verdrängen, beschließt dieser sich auf die gefährliche und unfassbar grausame Suche nach der Wahrheit zu begeben …

Mit INSIDE YOU, präsentiert Dagny S. Dombois ein vielschichtiges, atmosphärisch dichtes Debüt aus dem Genre Mystery-Horror.

(Quelle: Draconis Books)

Ein großes Dankeschön an Dagny S. Dombois und Draconis Books für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Meine Meinung:  Das Cover zu Inside you ist ein echter Hingucker und die Farbe Blau steht hier im Vordergrund, was perfekt zur Geschichte passt. Es wirkt genauso düster und geheimnisvoll wie das Buch selbst.
Lustigerweise habe ich mir den Protagonisten Jordan genauso in meiner eigenen Fantasie vorgestellt wie er abgebildet ist – ein Mann mit Bart, besser gehts kaum.
Nun aber zum Inhalt: Eigentlich ist Jordan ein ganz normaler Mann, eigentlich aber auch nicht. Denn in seinem Innern lauert eine Kraft, die ihn Furchtbares, gar Schreckliches machen lässt. Diese Kraft lässt ihn willenlos, gar völlig wahllos Menschen töten.
Leider fiel mir der Einstieg in die Geschichte recht schwer und ich habe einige Zeit gebraucht, um auch vorwärts zu kommen. Das liegt zum einen anderen, dass die Geschichte aus der Perspektive des Protagonisten in der Er-Form erzählt wird und auch von dessen Gefühlen sowie Gedanken lebt. Jedoch fehlte mir etwas mehr direkte Rede und das erschwerte es mir, in die Story hineinzufinden. Auch wurde ich mit dem Protagonist bis zum Ende hin nicht wirklich warm.

“Sein rasender Herzschlag nahm ihm die Luft, doch plötzlich war da noch etwas nderes, etwas ihm bitter Bekanntes. Die blaue Flamme… sie loderte auf, mit voller Kraft.”
Position 460

Dennoch ist Schreibstil von Dagny S. Dombois hervorragend und die Art, wie sie beschreibt, wie die Kraft in Jordan zum Vorschein kommt und sich ihn ihm ausbreitet, ist bemerkenswert. Diese Handlungen schildert sie detailliert, ohne dass es bizarr oder langweilig wirkt. Die Nebencharaktere sind zudem gut gezeichnet und die Rückblenden zwischendurch mochte ich auch sehr gerne.
Bedauerlicherweise haben sich ein paar kleine Grammatikfehler eingeschlichen und bei der direkten Rede fehlten die Zeilensprünge, was mich doch etwas störte.
Fazit: Inside you ist mysteriös, abgründig und gruselig auf eine Weise, die tiefgründig ist. Aufgrund der o.g. Punkte vergebe ich 3 von 5 Herzen.

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Rezension “Das Brustgespenst” von Patricia Causey

Das Brustgespenst von Patricia Causey

Klappentext: In der Mitte ihres Lebens erhält Katia die Diagnose Brustkrebs. Diese schwere Diagnose zieht ihr den Boden unter den Füßen weg und ein dichter Nebel legt sich über den klaren Verstand.

Sie muss nun eine schwere Entscheidung treffen und findet dabei Hilfe bei ihrem Lebenspartner Uwe, Freunde und der Familie.

Viele Hürden sind zu bewältigen, doch findet sie schließlich wieder neuen Mut. Neue Pläne und Abwechslungen verleihen ihr Leben nach der Diagnose einen Hoffnungsschimmer. Doch dann schlägt das Schicksal erneut wieder zu. (Quelle: Amazon)

Ein großes Dankeschön an Patricia Causey für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Meine Meinung:  In Das Brustgespenst behandelt die Autorin ein wichtiges Thema, das immer noch in unserer Gesellschaft tabuisiert wird: Krebs. Die Protagonistin Katia in der Geschichte erkrankt an Brustkrebs und der Leser verfolgt ihren Weg von Diagnose zu Therapie.
Leider bin ich mit der Protagonistin und den anderen Nebencharakteren bis zum Schluss nicht wirklich warm geworden, da die Gedanken und Gefühle von Katia nicht ausführlich genug beschrieben wurden. Katia war traurig, niedergeschmettert, wütend, verzweifelt – ja. Aber insgesamt fehlte mir Tiefe, welche besonders bei solch einem sensiblen Thema bedeutsam ist.

“Ich bin traurig, dass mich dieses Schicksal in der Mitte meines Lebens trifft und ich habe schreckliche Angst davor, dass es vielleicht doch nicht gut ausgeht.”

Dennoch ist der Schreibstil von Patricia Causey flüssig und angenehm zu lesen. Ebenso das Cover ist passend zur Geschichte gestaltet und den Titeln hätte man wirklich nicht besser auswählen können.
Fazit: Das Brustgespenst stellt ein Buch dar, das die Sicht von Betroffenen und Angehörigen gut vermittelt. Jedoch fehlen mir hier ausführlichere Gefühle und Gedanken, um  mich vollkommen in die Protagonistin hineinversetzen zu können. Daher vergebe ich 3 von 5 Sternen.

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Rezension “Angst war hier” von Brett McBean

Angst war hier von Brett McBean

Klappentext: Die bekannte Schriftstellerin Debra Hillsboro lädt Freunde und Familie zu einer Weihnachtsfeier in ihre Villa ein. Doch der Tag endet im puren Grauen, als eine Bande Sadisten in das Anwesen eindringt. Sie wollen quälen und töten.
Ohne Kontakt zur Außenwelt müssen die Bewohner ums Überleben kämpfen – während die Mörder ihre Taten mit Smartphones filmen und im Internet verbreiten. Denn nicht nur sie sind süchtig nach Blut und Gewalt …
(Quelle: Festa Verlag)

bty

Ein großes Dankeschön an den Festa Verlag für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Meine Meinung:  Angst war hier ist mein zweites Buch aus der Reihe Horror & Thriller und bereits das Cover hat mich sehr angesprochen, da es gruselig und düster wirkt. Die Hämatome lassen darauf schließen, dass hier viel Gewalt stattfindet. Einzig das Seil, das um den Hals geschlungen ist, passt meiner Meinung nach nicht zur Geschichte, weil
Auf den ersten Seiten werden dem Leser die Charaktere nahe gebracht und ich habe hier schon die ein oder andere Figur gefunden, die mir sympathisch schien. Ziemlich schnell kommt Brett McBean zur eigentlichen Handlung und Spannung setzt ein. Die Täter brechen in die Wohnung ein und die Geschichte nimmt ihren Lauf, wobei hier weder Spannung noch Grusel aufgebaut werden. Die Handlungen der Täter haben mich weder gekelt noch verängstigt oder in sonst einer Weise geschockt. Ob ich mittlerweile zu abgebrüht bin für Horror & Thriller, da ich vorwiegend Festa Extrem lese? Diese Frage habe ich mir oft beim Lesen des Buches gestellt.
Die Story an sich hat Potenzial und die Gedanken sowie Gefühle der Charaktere hat der Autor sehr nachvollziehbar und detailliert beschrieben, was der (leider) mitunter einzig positive Punkt ist. Auch die vielen, undurchsichtigen Namen der Täter haben mich eher verwirrt und stirnrunzelnd zurückgelassen.
Wie ihr seht, ist diese Rezension ziemlich kurz gehalten. Das liegt daran, dass die Handlung nicht sehr actionreich ist und ich bei dem Buch auch einige Seiten übersprungen habe.
Fazit: Angst war hier ist das erste Buch aus dem Festa Verlag, welches mich leider nicht überzeugen konnte. Dennoch ist es für Einstieger dieses Genres oder Leser, die keinen extremen Horror mögen, gut geeignet. Daher vergebe ich 2 von möglichen 5 Herzen.

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Rezension “Fuck you, Love” von Daniela Hartig

Fuck you, Love von Daniela Hartig

Klappentext: »Wenn ich eine gute Fee wäre, was würdest du dir wünschen?«, fragt sie.
»Eine Zeitmaschine. Um alle Fehler, die ich jemals gemacht habe, ungeschehen zu machen.«
Wenn aus einer harmlosen Party eine Nacht wird, die in einer Katastrophe endet.
Wenn eine einzige Sekunde dein ganzes Leben verändert und du eine getroffene Entscheidung nie wieder rückgängig machen kannst.
Was tust du dann?
(Quelle: Amazon)

Ein großes Dankeschön an Daniela Hartig für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Meine Meinung:  Bei Fuck you, Love weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Aber beginnen wir mal mit dem, was einem als erstes ins Auge sticht: Das Cover. Abgebildet ist ein Mädchen, das sich gegen eine Glasscheibe lehnt, auf der Regentropfen abperlen. Der Titel ist in großen Lettern und kräftiger Farbe abgebildet und der Name der Autorin wurde sehr gut in das Cover eingearbeitet. Da gibt es von mir schonmal volle Punktzahl.
Nun aber zum Inhalt. Um wen gehts? Zum einen haben wir hier Floyd, der nicht nur einen kuriosen Namen trägt, sondern sehr arrogant, verwöhnt und reich ist. Jeden Tag hat er eine andere Frau in seinem Bett und lebt in den Tag hinein. Das macht ihn von vorneherein zu einem unsympathischen Typen.
Und dann gibt es noch Storm, die sozusagen seine Gegenspielerin ist. Sie ist temperamentvoll, unberechenbar und irgendwie verrückt. Normalerweise kan ich die Charaktere besser einschätzen, je mehr ich in der Geschichte voranschreite, aber bei Storm scheint es genau das Gegenteil zu sein. Sie ist ein unfassbar komplexer und doch einzigartiger Charakter, der Floyd die Würze in seinem Leben gibt, die er braucht.
Was beide gemeinsam haben? Eine Nacht, die siemiteinander verbracht haben und von denen keiner mehr weiß, was vorgefallen ist.

“Storm zeigt mir, dass ich noch etwas anderes kann  als Geld ausgeben und Frauen flachlegen. Sie reißt mir die Maske herunter. Sie glotzt mir schamlos in die Karten und grinst. Sie löscht das Feuer, das mich ausbrennt.”
Seite 248

Seit dieser Nacht taucht Storm immer wieder in Floyds Nähe auf und will von ihm wissen, was passiert ist. Doch irgendwann wird aus dieser Kabbelei mehr. Sowohl Floyd als auch Storm spüren das Prickeln zwischen ihnen und es scheint, als könnten sie sich es eingestehen. Aber beide sind auf ihre Weise kaputte Seelen, was alles viel komplizierter macht. Durch ihre kalte Fassade und den harten Wörtern, die Storm oft äußert, versucht sie sich selbst zu schützen. Doch Floyd gibt nicht auf.
Bis aufgedeckt wird, was einst in der Nacht passiert ist…
Der Schreibstil ist durchweg flüssig und locker; auch der Sprachduktus beider Protagonistin ist ihrem Alter entsprechend. Aber auch familiäre Probleme schildert die Autorin in ihrem Buch, was die Geschichte noch authentischer macht.
Während des Lesens musste ich mir einige Male an den Kopf packen und genervt schnaufen, denn ohne einen unausstehlichen Charakter kommt diese Geschichte nicht aus. Ihr fragt euch, wen ich meine? Floyds vermeintlich bester Freund Ben. Wenn euch meine Rezension neugierig gemacht hat, finde das doch selbst heraus und lasst euch mitreißen.
Fazit: Daniela Hartig hat mit Fuck you, Love eine wahnsinnig aufregende und außergewöhnliche Geschichte geschaffen! Von mir gibt es 5 von 5 Herzen.

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Rezension “Falling – Ich kann dich nicht vergessen” von Estelle Maskame

Falling – Ich kann dich nicht vergessen von Estelle Maskame

Klappentext: Eigentlich läuft alles gut für Kenzie – sie hat tolle Freunde, schulischen Erfolg, und ihr gutaussehender Exfreund will sie unbedingt zurückerobern. Aber tief innen weiß Kenzie, dass das Wichtigste in ihrem Leben fehlt. Und dass dieses Wichtigste Jaden ist – groß, athletisch, einfühlsam. Vor einem Jahr hatte sie sich unsterblich in ihn und sein schiefes Lächeln verliebt. Bevor ein Schicksalsschlag alles zerstörte. Nun ist Jaden plötzlich wieder da und kämpft um Kenzie. Aber kann sie sich ihm ganz öffnen und ihm ihr dunkelstes Geheimnis offenbaren? Kann sie sich wirklich fallen lassen? 
(Quelle: Amazon)

Ein großes Dankeschön an den Heyne Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Meine Meinung:  Nachdem ich bereits die Dark Love-Trilogie von Estelle Maskame sehr mochte, habe ich mich umso mehr auf Falling gefreut. Das Cover ist im gleichen Stil wie die Vorgänger gehalten, einzig das satte Pink macht einen Unterschied. So bringt der Leser das Cover mit der Autorin und ihren bisher veröffentlichten Büchern in Verbindung.
In Falling geht es um die Protagonistin Kenzie, die sich im letzten Schuljahr auf der High School befindet. Doch in der Vergangenheit haben sich Dinge zugetragen, die Kenzie zu verdrängen versucht. Bis eines Tages Jaden Hunter wieder vor ihr steht, mit dem sie vor einiger zusammen war und von dem sie sich zurückgezogen hat. Sie konnte nicht mit seinem Schicksal umgehen, aber als sie eines Abends aufeinandertreffen, scheint ihre Geschichte doch noch nicht beendet zu sein… Werden ihre Vergangenheit und die Geheimnisse ihnen eine zweite Chance geben oder wird es scheitern?
Estelle Maskame behandelt in der Geschichte mehrere Themen, nämlich zum einen die neu aufflammende Liebe von Kenzie und Jaden und zum anderen wie beide mit den Problemen in ihrer Familie, dem Schicksal, der Trauer und dem Verlust umgehen. Die Autorin zeigt auf, wie unterschiedlich Menschen auf Trauer reagieren und diese verarbeiten. Die Thematik hat sie sehr authentisch und ergreifend beschrieben.

“Vielleicht sind wir deshalb nie darüber hinweggekommen: Wir haben uns der Vergangenheit noch nicht gestellt.”
Seite 174

Wie bei der Dark Love-Trilogie ist der Schreibstil auch hier sehr flüssig und angenehm zu lesen. Auch die Art und Weise, wie Kenzie und Jaden sich wieder angenähert haben, hat sie nachvollziehbar und weder zu schnell noch zu schleppend beschrieben. Mit Jaden hat die Autorin zudem einen Charakter erschaffen, den ich sehr mochte und auch Kenzie war eine sympathische Protagonistin, die einiges hat einstecken müssen.
Der Beziehung von Kenzie und Jaden steht jedoch ihre Vergangenheit und das Geheimnis von Kenzie im Weg, das sie verschweigt. Hier muss ich sagen, dass ich das Geheimnis als nicht sehr schlimm empfunden habe. Da hätte ich etwas “dunkleres” erwartet, aber das wurde durch das Ende der Geschichte wieder ausgeglichen. Das Ende hat mich als Leserin jedoch etwas überrascht hinterlassen, denn Potenzial für eine Fortsetzung ist hier auf jeden Fall gegeben.
Fazit: Vergleichen sollte man es mit der Dark Love-Trilogie jedoch nicht, da hier etwas die Entwicklung fehlt. Falling hat mich dennoch wunderbar unterhalten und durch die ernsten Themen auch berührt.  Ich vergebe 4 von 5 Herzen.

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Rezension “Keiner trennt uns” von Jana von Bergner

Keiner trennt uns von Jana von Bergner

Klappentext: Ein einziger Moment kann alles verändern. Als Hannas Vater plötzlich stirbt, sind sie und ihre drei Geschwister Pia, Emma und Mika mit einem Schlag Vollwaisen. Doch Hanna ist stark, für sich und ihre jüngeren Geschwister. Vor Gericht kämpft die 21-Jährige schließlich um die Vormundschaft. Unterstützung erhält sie von dem nicht ganz unattraktiven Mark, ausgerechnet jenem Polizisten, der ihr die Todesnachricht überbracht hat. Doch was bewegt ihn dazu, ihr zu helfen? Und was verschweigt er ihr? Während beide mit ihren inneren Dämonen kämpfen, bleibt nur eine Frage: Ist Liebe stärker als Angst?

»Keiner trennt uns« ist der bewegende und zutiefst berührende Auftakt der neuen New Adult-Reihe von Jana von Bergner. Eine Geschichte von Verlust und Wiederfinden, von Tod und Leben, von Familie und Erwachsenwerden, von Mut und Hoffnung – und dem Kampf um die ganz große Liebe.
(Quelle: Amazon)

Ein großes Dankeschön an Jana von Bergner für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Meine Meinung:  Keiner trennt uns ist ein New Adult-Roman, der all das beinhaltet, was ich an diesem Genre so mag: Junge, erwachsene Charaktere, schwere Schicksalsschläge, Geheimnisse, Herzschmerz und eine Brise Erotik. Dennoch hatte ich mit dem Einstieg in die Geschichte etwas Probleme, wobei ich nicht genau sagen kann, an was es gelegen hat.
Bereits auf den ersten Seiten ist man mitten in der Handlung und erlebt den zweiten Schicksalsschlag im Leben der Protagonistin Hanna mit. Sie lernt den attraktiven Polizisten Mark kennen und eins führt zum anderen. Sie gehen miteinander aus und gleichzeitig  gerät Hannas Leben immer mehr aus den Fugen. Nun muss sie um die Vormundschaft für ihre Geschwister kämpfen und ausgerechnet Mark will ihr helfen. Aber auch er verschweigt ihr Dinge aus seinem Leben… Dinge, die das gefährden, was sich zwischen ihm und Hanna anbahnt.

“Er beging einen Fehler, aber in diesem Moment kümmerte es ihn nicht. Denn ihr Lächeln traf ihn mitten ins Herz.”
Mark

Nach nur wenigen Seiten konnte ich Hanna sehr gut einschätzen, denn sie ist ein sehr aufopferungsvoller, selbstloser Mensch. Als Leserin habe ich großen Respekt davor, wie viel Stärke und Mut sie im Laufe der ganzen Geschichte bewiesen hat. Sie ist eine Protagonistin, die ich gerne mal in den Arm genommen hätte und der ich den ganzen Ballast von den Schultern gezaubert hätte.
Ihr denkt, hier fehlt noch der typische Bad Boy? Weit gefehlt! Denn obwohl Mark auch seine Ecken und Kanten, eine prägende Vergangenheit und Geheimnisse hat, hat er eine liebevolle und hilfsbereite Ader. Ich muss zugeben, dass er mein kleiner Liebling in dem Buch ist.
Die Autorin hat viele Probleme aufgegriffen, die authentisch und deswegen so ergreifend sind. Trotzdem habe ich mir persönlich etwas mehr Drama gewünscht, das mich sprachlos, entsetzt oder beeindruckt hinterlässt (‘m such a dramaqueen).
Besonders gut hat es mir gefallen, dass Keiner trennt uns abwechselnd aus der Sicht von Hanna und Mark geschrieben wurde. Auch der Schreibstil von Jana ist sehr flüssig und angenehm zu lesen und vermittelte die Gedanken von Hann sowie Mark sehr nachvollziehbar.
P.S.: Das Cover ist ein Traum und das schlichte, dennoch wunderschöne Cover überzeugt auf voller Länge!
Fazit: Keiner trennt uns ist ein New Adult-Roman, der berührt, wo man am meisten fühlt und wo es meisten schmerzt: Am Herzen. Auf die Folgebände bin ich schon mehr als gespannt! Dafür vergebe ich 4 von 5 Herzen!

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Rezension “Trance – Als die Menschen vergaßen zu leben” von Laura Schmolke & Veronika Serwotka

Trance – Als die Menschen vergaßen zu leben von Laura Schmolke & Veronika Serwotka

Klappentext:
Eine dystopische Welt, die kein Erbarmen zeigt.
Eine Regierung, die sich selbst betrügt.
Eine Frau, die die Zeit befreit.

Warum wir damals unter die Erde flüchten mussten, weiß heute niemand mehr. Wir besitzen nur noch Legenden – und unsere Existenz. Unsere Erinnerungen, unsere Identität, unsere Lebenslust tauschten wir gegen kleine weiße Tabletten ein. Ein Medikament, das sich Elysium nennt und zwar ewiges Leben verleiht, uns jedoch in eine Art Trance fallen ließ.

Doch als ich das Tagebuch finde, verändert sich für mich alles. Ich stelle wieder Fragen. Wer bin ich? Warum wollte ich vergessen? Wer tut uns all das hier an?
Ich heiße Kimberly. Und ich bin aus der Trance erwacht.
(Quelle: https://tagtraeumer-verlag.de)

Ein großes Dankeschön an den Tagträumer Verlag für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Meine Meinung:  Der Klappentext verspricht eine dystopische Welt, ein Abenteuer und so habe ich mich mit der Protagonistin Kimberly auf eine Reise begeben. Auf eine Reise zu sich selbst und der Wahrheit hinter der Welt, auf der sie lebt.
Die Welt von Kimberly ist in Ober- und Unterwelt unterteilt. In der Oberwelt lebt hauptsächlich die Regierung und die Unterweltler verkörpern die Arbeiter. Sie alle nehmen das Medikament Elysium zu sich, das ihnen ewiges Leben schenkt. Doch als Leserin wurde mir schnell klar, dass das seinen Preis hat. Die Menschen haben keinerlei Erinnerungen über ihr früheres Leben, ihr früheres Ich und existieren nur noch. Sie hinterfragen nichts und befinden sich in einer Trance. Auch dieses Medikament hat wie jedes anderes Nebenwirkungen, nur sind diese viel fataler.
Als Kimberly ein Tagebuch findet und auf eine Gruppe von Rebellen trifft, stellt das ihre ganze Welt auf den Kopf. Erinnerungen schießen durch ihren Kopf und endlich hat sie wieder das Gefühl, zu leben. Sie schließt sich den Rebellen an und gemeinsam wollen sie die Regierung stoppen. Sie wollen die Bevölkerung über Elysium aufklären und ihnen die Chance auf ein Leben geben,  nicht nur einer Existenz.

“Seit ich wieder angefangen habe, zu leben, habe ich schon viele Gefühle wahrgenommen: Angst, Schmerz, Verlust, sogar Panik. Aber nichs davon ist so schlimm wie das Unwissen darüber, wer ich selbst bin, und die Angst davor, es herauszufinden.”

Ich habe einige Zeit gebraucht, um mit der Protagonistin und den Rebellen warm zu werden, doch je mehr die Geschichte voranschritt, desto besser konnte ich diese auch einschätzen. Besonders die Erinnerungsfetzen von Kimberly haben Spannung vermittelt und mich gefesselt.
Was für ein Mensch war Kimberly in ihrem früheren Leben? Und vor allem, was hat sie getan? Warum scheint einer der Rebellen sie mit hasserfüllten Blicken zu strafen? Wem kann sie trauen?
Auf ihrer Reise in die Oberwelt müssen sich Kim und die Rebellen ihren Weg bahnen und einige Niederschläge einstecken.
Der Schreibstil des Autorenduos ist durchweg flüssig und sehr angenehm zu lesen. Jedoch fehlte mir in Trance ein bisschen Aktion und der ausschlaggebende Moment, der mich sprachlos zurücklässt. Dennoch kann man einige Abschnitte auch auf unsere heutige Gesellschaft projizieren und genau das macht eine Dystopie u.a. für mich aus: Sie regt zum Nachdenken an.
Fazit: Trance ist eine dystopische Geschichte, bei der mir etwas Action fehlte, die aber zum Nachdenken und zur Selbstreflexion angeregt. Dafür vergebe ich 4 von 5 Herzen!

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