Rezension “Seelensplitter” von Stephanie Pinkowsky

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Seelensplitter von Stephanie Pinkowsky

Klappentext: Welche Wege sucht sich ein Herz, wenn die Seele zu Eis gefriert? Die erfolgreiche Schauspielerin Helene, die zugunsten des Ruhmes in eine selbstzerstörerische Rolle gedrängt wurde, erstarrt innerlich immer mehr.
Vor dem Mann, den sie liebte, verbirgt sie ein tragisches Geheimnis. Nur in den Armen einer besonderen Frau fühlt sie sich noch lebendig. Getrieben von Sehnsucht und Schmerz beginnt eine schicksalhafte Affäre. Gestohlenes Glück, das von der Last der Schuld überschattet wird und jederzeit enden kann. Helene und ihre Geliebte sind untrennbar miteinander verbunden, nicht nur durch ihre Leidenschaft. Eine quälende Wahrheit, deren Verleugnung unmöglich ist.
Lassen Sie sich in den Bann eines einzigartigen Liebesdramas ziehen!
(Quelle: Amazon)

Ein großes Dankeschön an Stephanie Pinkwosky für das Rezensionsexemplar! Das beeinflusst meine Meinung jedoch nicht.

Meine Meinung:  Der Klappentext verspricht eine einzigartige Liebesgeschichte, eine dramatische Affäre und ich kann euch sagen, dieses Buch ist anders als alles, was ich bisher gelesen habe.
Das Cover hingegen spricht mich nicht unbedingt an, da die Frau für mich sehr statuenhaft wirkt. In ihrem Blick wiederum spiegeln sich die Verzweiflung und Schuld der Protagonistin sehr gut wider.
Seelensplitter schildert in mehreren Zeitsprüngen das Leben der jungen Helene, die sich auf eine Affäre mit dem wesentlich älteren Mark einlässt und wenig später von ihm ein Kind erwartet. Doch sie verschweigt ihm die Schwangerschaft und lässt ihr Kind bei Verwandten, um sich ihrem Studium zu widmen. Jahre später ist Helene ein gefeierter Filmstar und gern gesehener Gast auf dem roten Teppich. Als sie schließlich auf ihre Tochter triff, ist das der Beginn einer Achterbahn der Gefühle
Mit Helene als Protagonistin habe ich mir etwas schwer getan und bin bis zum Ende auch nicht richtig mit ihr warm geworden. Nicht, weil ich ihre Handlungen oder ihr Verhalten nicht nachvollziehen konnte, nein. Ihre Liebe zum älteren Mark und der Wunsch nach einer gemeinsamen Zukunft mit ihm hat die Autorin authentisch beschrieben. Auch die innere Zerrissenheit und die Schuldgefühle, die Helene Jahre später plagen, da sie ihre Tochter zurückgelassen hat, sind sehr greifbar.

“Jede Berührung war befleckt, jeder Augenblick gestohlen, jedes Herzflimmern bereits im Zeitpunkt des Erlebens vergiftet durchb die Gewissheit , dass es keine Chance für sie beide gab.”

Als Helenes Tochter, Katja, in ihr Leben tritt, bringt das sehr viel Spannung und auch Anspannung in die Geschichte. Das Verhältnis der beiden zueinander ist sehr verstrickt und immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen.
Durch die Erzählperspektive des allwissenden Erzählers bekommt man von allen beteiligten Personen einen Eindruck ihrer Gefühle und Gedanken. Ich schätze jedoch, dass die gewählte Perspektive es mir erschwerte, in Helene hineinzufinden, da ich allgemein den Ich-Erzähler bevorzuge.
Ich habe sowohl Helene als auch Katja als polarisierende Charaktere wahrgenommen und schnell habe ich als Leser gemerkt, dass Katja unter den vergangenen Jahren und der Abwesenheit ihrer Mutter gelitten hat. Je mehr Zeit Mutter und Tochter miteinander verbringen, desto tiefer wird ihre gegenseitige Abhängigkeit.
Der weitere Verlauf der Geschichte, den ich nicht spoilern möchte, hat mich sehr gefesselt und gleichzeitig schockiert. Was anfangs wie eine dramatische Liebesgeschichte eines ungleichen Paares beginnt, endet als komplexer, gefühlsgeladener Mutter-Tochter-Konflikt.
Der Schreibstil von Stephanie Pinkwosky ist durchweg flüssig und locker, was dazu führte, dass ich das Buch an einem Nachmittag durch gelesen habe. Das Ende von Seelensplitter ist für mich sehr ergreifend und lässt den Leser auf ein doch noch glücklicheres Ende hoffen.
Fazit: Seelensplitter ist eine außergewöhnliche Geschichte, die womöglich für den ein oder anderen Leser zu viel ist, aber mich sehr in ihren Bann gezogen und unterhalten hat! Ich vergebe 4 von 5 Herzen!

💜💜💜💜

1 Gedanke zu „Rezension “Seelensplitter” von Stephanie Pinkowsky

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