Rezension “Paper Paradise” von Erin Watt

Paper Paradise von Erin Watt

Klappentext: Seit Hartley den attraktiven, reichen und wilden Easton Royal kennengelernt hat, ist in ihrem Leben nichts mehr, wie es war. Sie schwebt auf Wolke sieben – doch an jeder Ecke lauern neidische Feinde. Als der schreckliche Unfall geschieht, bei dem Eastons Bruder lebensgefährlich verletzt wird, stellt das ihre neue Liebe auf eine harte Probe. Und als Hartley infolge des Unfalls auch noch ihr Gedächtnis verliert, kann sie niemandem mehr vertrauen. Sie spürt zwar die starke Anziehungskraft, die von dem sexy Royal mit den strahlend blauen Augen ausgeht, doch kann sie sich wirklich auf den wilden, unbändigen Easton verlassen und sich ein zweites Mal in ihn verlieben?
(Quelle: Piper)

Ein großes Dankeschön an Piper für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Meine Meinung: Wenn ich mich noch daran zurückerinnere, wie unsicher ich war, ob ich Paper Princess lesen soll, kann ich heute darüber lachen. Mittlerweile habe ich jeden Band der Paper-Reihe in meinem Bücherregal stehen und auch Paper Paradise hat sich nun dazu gesellt (sogar als mein allererstes Rezensionsexemplar von Piper *hysterisch quietsch* Sorry.)


“Deshalb bin ich hergekommen. Ich habe keinen Ort gesucht, sondern einen Menschen. Ich habe nach Hause gefunden.”
Seite 197


Ich muss gestehen, dass ich zunächst skeptisch war, was ich von der Idee halten sollte, dass Hartley ihr Gedächtnis verliert. Alles wieder von vorne? Ständige Zickereien an der Astor? Och nö.
Zu lesen und zu fühlen, wie es Hartley ohne jegliche Erinnerungen geht, war herzzerreißend. Doch viel grausamer und schmerzhafter war es, mit anzusehen, wie es Hartley in ihrer Familie ging.
Gleichzeitig lernen wir die Sicht von Easton kennen und bei ihm geht es wahrlich nicht besser zu: Er muss um das Leben seines Bruders bangen und die Angst, die alle Royals betrifft, ist spürbar. Und dann erfährt er, dass Hartley – seine Hart – das Gedächtnis verloren hat.
Natürlich spielt auch wieder die berühmt-berüchtigte Astor eine Rolle und ich glaube, ich wäre wohl lieber im Kloster als auf solch einer Schule.
Erin Watt schafft es mal wieder, all diese Gefühle und Gedanken zu vermitteln und so war ich wieder vollkommen von den Royals gefesselt. Ich wusste wieder, warum ich diese Reihe und ihre Charaktere so sehr liebe. Allerdings kommt auch Paper Paradise nicht ohne Geheimnisse und Verschwörungen aus. Erneut saß ich schockiert und völlig gebannt vor dem Buch. Wenn ihr aber glaubt, dass sich das legt, nachdem man das Buch beendet hat – oh nein. Denn ein Cliffhanger könnte nicht schlimmer sein.
Fazit: Paper Paradise konnte mich nach anfänglicher Skepsis genau wie seine Vorgänger begeistern. Hartley und Easton sind zwei Charaktere, die mir ans Herz gewachsen sind und deren Geschichte einzigartig ist. Ich vergebe 5 von 5 Herzen.

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Rezension “Ich kann dich verdammt gut riechen” von Lisa M. Louis

Ich kann dich verdammt gut riechen von Lisa M. Louis

Klappentext:
Willkommen in Dresdens chaotischster WG

Pia liebt ihre neu gewonnene Freiheit in Dresden: Die neue Stadt, die eigene Wohnung, das Studium. Doch die Realität, die das Erwachsenwerden mit sich bringt, holt sie rasch ein: Aus der Traumwohnung wird eine Chaos-WG und schnell muss ein neuer Mitbewohner her.
Der Neue ist heiß! Pia verliebt sich Hals über Kopf in den jungen Amerikaner, ohne zu ahnen, dass er ein überraschendes Geheimnis mit sich trägt.
(Quelle: Lisa M. Louis)

Ein großes Dankeschön an Lisa M. Louis für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Meine Meinung: Der Klappentext zu Lisa M. Louis’ Liebeskomödie verrät schon genug von der Handlung: Eine WG und zwei Bewohner, die auf der Suche nach einem neuen sind. Easy Peasy, denkste. Dann aber finden Pia und Micha ihren neuen Mitbwohner in Chris, was aber wiederum Pias Gefühlswelt ganz schön durcheinander bringt…


“Candy Crush? Im Ernst? Das normale oder wenigstens Soda?”, unterbrach Chris ihre Frage.
Seite 137


Ganz am Anfang besticht Ich kann dich verdammt gut riechen mit einer Zeichnung der Wohnung, in der Pia und Micha leben. Der Schreibstil der Autorin ist durchweg flüssig und leicht zu lesen, auch die kleinen Anmerkungen in der Fußzeile brachten mich zum Schmunzeln.
Die handelnden Charaktere hat Lisa M. Louis gut herausgearbeitet, dennoch hätte ich mir bei der Protagonistin Pia etwas mehr Tiefgang gewünscht. Da die Geschichte jedoch 189 Seiten kurz ist, kann ich keine komplexe Personengestaltung erwarten.
Die Kapitel sind kurz gehalten, sodass der Leser den Überblick behält und bei jedem neuen Kapitel wieder sofort in der Handlung drin ist. Kleiner Hinweis: Dazu folgt noch ein ausführlicher Beitrag von mir!
Fazit: Ich kann dich verdammt gut riechen handelt von Liebe und Freundschaft und dem gar nicht so langweiligen Studentenleben. Mit Humor und Charme fliegt man durch die Seiten und muss am Ende doch schmunzeln. Von mir gibts hierfür 4 von 5 Sternen.

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Rezension “Wutrauschen” von Simone Trojahn

Wutrauschen von Simone Trojahn

Klappentext: Was passiert, wenn sich zwei verlorene Seelen finden?

Als der eigenbrötlerische und durch seine dominante Mutter schwer traumatisierte Marvin die ebenso süße wie sonderbare Altenpflegerin Emma kennenlernt, scheint es Liebe auf den ersten Blick zu sein. Doch Marvin ist nicht der Einzige mit einem düsteren Geheimnis. Emma hat ein massives Problem mit ihrer Wut, diesem heiß brodelnden Biest in ihrem Kopf.

Wird Marvin ihr Retter sein, kann er das Biest zähmen oder verschlingen die Dämonen der Vergangenheit ihre längst verlorenen Seelen?
WUTRAUSCHEN – die etwas andere Liebesgeschichte.
(Quelle: Redrum Books)

Ein großes Dankeschön an Redrum Books für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Meine Meinung: Mit Wutrauschen erreichte mich das erste Rezensionsexemplar von Redrum Books und bereits das Cover sowie der Klappentext versprechen eine grausame Handlung. Kurzum: Genau das, was ich liebe zu lesen!
Marvin und Emma sind zwei Protagonisten, die durch ihre Vergangenheit traumatisiert sind und dennoch Seiten haben, die den Leser dazu verleiten, sie zu mögen. Ihre oftmals seltsamen und befremdlichen Handlungen sowie Gedanken schildert Simone Trojahn mit einer Intensität und Einfühlsamkeit, dass einem das Ausmaß ihrer Traumata erst klar werden.


“In der glatten Klinge brach sich das Licht der untergehenden Sonne. Fast hätte er vergessen, dass sie Sommer hatten. Weil sich alles nach Winter anfühlte.”
Seite 201


Als wäre es mehr als nur Schicksal finden Marvin und Emma zusammen. Aber zwei kaputte Seelen, in denen mehr Dunkelheit herrscht als in einer sternenlosen Nacht, können ihr Beisammensein nicht auf Dauer erhalten. Sie geraten in einen Strudel aus Verzweiflung, Zerrissenheit und Gewalt. Irgendwie bricht mein Herz ein kleines Stück, denn beide scheinen einander zu lieben, aber ihr abgekämpftes Seelenleben kann das nicht zulassen. Besonders ihre letzten Taten können auf Leser mit schwachen Nerven verstörend wirken (was sie auch sind), allerdings hat die Autorin eine Geschichte geschaffen, die alle Register zieht. Ihr gelingt es, sowohl das soziale Umfeld zu schreiben als auch den inneren Zwist der Charaktere, ohne langatmig zu wirken. Im Gegenteil: Sie baut Spannung auf und man muss lesen, man muss hinsehen, auch wenn man im einen Moment “Igitt!” denkt und die imaginäre Kotztüte herausholen will.
Fazit: Ich bin hin und weg! Simone Trojahn hat einen berauschenden Trip mit Nachwirkungen geschaffen. Hierfür gibts volle 5 von 5 Herzen!

Rezension “Meghan” von Andrew Morton

Meghan von Andrew Morton

Klappentext:

Die neue Prinzessin der Herzen

Mit ihrem natürlichen Charme verzaubert Meghan Markle nicht nur Prinz Harry, sondern die Menschen weltweit. Die Amerikanerin, bekannt aus der TV-Serie “Suits”, lebt ein echtes Märchen: Im Mai heiratet sie Prinz Harry und wird damit offizielles Mitglied des britischen Königshauses.

In seiner Biografie erzählt Bestseller-Autor Andrew Morton, einzigartiger Kenner der Royals, umfassend von ihrer Kindheit, ihrer couragierten Persönlichkeit, ihren Träumen und Zielen und zeigt mit viel Insiderwissen, was von Meghan in ihrer neuen Rolle zu erwarten ist.
(Quelle: Randomhouse)

Ein großes Dankeschön an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Meine Meinung: Harry und seine Meghan waren schon vor ihrer royalen Hochzeit im Mai in aller Munde und vor allem in den Medien präsent. Schon immer finde ich das britische Königshaus faszinierend und wollte mir daher nicht die Biografie über die neue Duchess of Sussex ergehen lassen.
Das Cover zeigt die – meiner Meinung nach – bildhübsche Meghan und das Inhaltsverzeichnis verrät bereits, dass der Autor Andrew Morton uns auf eine Reise von Meghans Kindheit bis zum heutigen Zeitpunkt begibt. Auch wenn Andrew Morton mir als Schriftsteller von Biografien bekannt ist, ist dieses meine erste von ihm und ich glaube, sogar meine allererste Biografie überhaupt.


“Für die Rollen der Schwarzen war ich nicht schwarz genug und für die Rollen der Weißen nicht weiß genug, sodass ich als Chamäleon irgendwo dazwischen landete, das keinen Job bekam”.
Seite 103


Bereits nach wenigen Kapiteln wird einem klar, dass Meghan schon immer ein sehr hilfsbereiter Mensch war, der auf Gleichberechtigung setzt. Nicht zuletzt, weil sie selbst am eigenen Leib erfahren musste, dass in der heutigen Zeit Sexismus und Rassismus ein leidiges Thema sind.
Innerhalb der 300 Seiten zeigt Andrew Morton, dass er sehr gute Recherchearbeit geleistet hat und dadurch dem Leser viele noch unbekannte Details vermitteln kann. Von Meghans Familie und deren familiären Geschehnissen bis zu ihren Studienfreunden und wie sie zum Star der Serie Suits geworden ist, habe ich so viel über diese interessante, facettenreiche Frau erfahren.
Auch den flüssigen, leichten Schreibstil des Autors muss ich loben, denn dieser hat unweigerlich dazu beigetragen, dass ich durch die Seiten geflogen bin.
Fazit: Zuvor war Meghan eine mir sympathische Frau, aber nun noch viel mehr! Ich hoffe sehr für sie, dass sie sich vom britischen Zepter nicht unterkriegen lässt. Wer die Biografie aber gelesen hat, weiß, dass Meghan sich nie hat unterkriegen lassen! Ich vergebe 5 von 5 Herzen.

Rezension “Love Curse – Lieben verboten” von Rebecca Sky

Love Curse – Lieben verboten von Rebecca Sky

Klappentext: Stell dir vor, du kannst jeden Jungen, jeden Mann mit nur einem Kuss dazu bringen, sich Hals über Kopf in dich zu verlieben. Von der ersten Berührung an wird er alles für dich tun. Alles. Nur ein Traum? O nein, verborgen vor der Welt existiert seit Jahrhunderten eine Gruppe mächtiger Mädchen und Frauen, die als Nachfahrinnen des Liebesgottes Eros genau diese Gabe besitzen. Und sie nutzen, um die Geschicke der Menschen zu lenken. Eine von ihnen ist die 16-jährige Rachel. Gemeinsam mit ihrer schönen und skrupellosen Freundin Marissa bereitet sie sich auf das Leben als Eros-Nachfolgerin vor. Doch dann trifft sie Ben und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Sie würde ihn so gerne küssen – aber dann wäre er ihr verfallen und könnte sie nicht mehr aus freiem Willen lieben. Als ein uralter Feind von Eros auftaucht und Marissa ausgerechnet Ben zu ihrem nächsten Opfer erwählt, muss Rachel eine schreckliche Entscheidung treffen …
(Quelle: Randomhouse)

Ein großes Dankeschön an den Heyne Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Meine Meinung: Das Buch stand schon lange auf meiner Wunschliste und so war ich sehr gespannt, welche Geschichte sich hinter dem schönen Cover verbirgt. Doch der Einstieg fiel mir schwer und ich habe meine Zeit gebraucht, um überhaupt die ersten 100 Seiten gelesen zu haben. Das liegt nicht am Schreibstil der Autorin, denn dieser ist flüssig und sehr angenehm, sondern an der Protagonistin und fast allen handelnden Personen.
Die Hauptfigur Rachel ist eine Nachfahrin vom Liebesgott Eros und besitzt die Gabe, jeden Mann mit nur einem Kuss dazu zu bringen, alles für sie zu tun. Aber für Rachel ist das weniger eine Gabe als ein Fluch. Sie sieht es als Belastung und weigert sich daher auch, den Aufgaben ihrer Lehrerinnen Folge zu leisten. Ihre Einstellung dazu ist verständlich, allerdings erweist sie sich jedes Mal als jammernde, weinerliche Protagonistin. Statt aktiv etwas zu ändern, lässt sie sich von ihrer vermeintlich besten Freundin Marissa über den Mund fahren. Da bin ich auch schon beim nächsten Punkt, der mich nervte: Marissa. Sie ist ungezogen, sogar gemein und daher konnte ich sie absolut nicht ausstehen. Ein einziger Lichtpunkt sind Kyle und Ben, die eher zufällig Teil der Geschichte werden, aber diese aufpeppen.


“”Die Furcht vor dem, was ich bin, hindert mich an vielem. Zu schade, dass ich nicht die Gabe besitze, Angst zu kontrollieren, das wäre sehr viel hilfreicherals dieser dämliche Liebesfluch.”
Seite 263


Grundsätzlich ist die Welt um die Liebesgöttinnen und Nachfahren Eros’ eine gute Idee, die auch spannend ist, aber für mich persönlich zu wenige Sympathieträger hat. Die Gefühle, die sich zwischen Rachel und Ben anbahnen, waren mitunter der einzige Grund, warum ich weitergelesen habe.
Fazit: Love Curse – Liebe verboten bietet eine neue, spannende Grundidee, doch die Charaktere machten es mir schwer, in diese Welt hineinzufinden. Ich vergebe 3 von 5 Herzen.

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Rezension “Palace of Silk” von C.E. Bernard

Never loved before von Monica Murphy

Klappentext: Die mutige Rea, zuerst Leibwächterin am englischen Königshof, dann heimliche Geliebte des Kronprinzen Robin, ist nach Paris geflüchtet. Dort erhofft sie sich ein neues Leben – insbesondere die Freiheit, andere Menschen ohne Strafe berühren zu dürfen. Denn in Frankreich leben gefürchtete Magdalenen wie Rea ihre Fähigkeiten offen aus. Doch als Ninon, Reas engste Vertraute und Schwester des Roi, ihre Freundin an den Königshof ruft, holt Rea der Fluch ihrer Vergangenheit ein: Niemand Geringeres als Prinz Robin erwartet sie – doch nicht, weil er Rea zurückgewinnen will, sondern weil er um Ninons Hand anhält. Welches Spiel spielt Robin? Und welches Geheimnis verbirgt die unnahbare Madame Hiver, die den französischen König in ihrer Hand hält?
(Quelle: Randomhouse)

Ein großes Dankeschön an den Penhaligon Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Meine Meinung: Der erste Teil Palace of Glass gefiel mir gut, wenn auch nicht besonders gut, aber auf die Fortsetzung war ich gespannt. Rea ist in Paris angekommen und gemeinsam mit der Protagonistin streifen wir durch die französische Hauptstadt. Tja, dann aber steht plötzlich Prinz Robin wieder vor ihr und das bringt Reas Welt wieder vollkommen durcheinander.
Der Anfang der Handlung wirkte etwas zäh, aber dann konnte mich die Geschichte doch packen.  In Palace of Silk geht es vielmehr um die Gefühlswelt der handelnden Charaktere und die ein oder andere Figur zeigt sich hier in einem komplett anderen Licht. Gefolgt von Dramen, Machtspielen, den Protesten in Frankreich und Demonstrationen erschafft die Autorin eine mitreißende Spannung.
Aber auch das Hin und her zwischen Rea und Robin nimmt einen mit auf eine Achterbahn der Gefühle. Eine Offenbarung gegen Ende des Buches hat mich nach Luft schnappen lassen und die Geschichte hat ihren Höhenpunkt in der Spannung und Aufregung gefunden. C.E. Bernard hat eine wahnsinnige komplexe Geschichte geschaffen, die sie durch ihren außergewöhnlichen, eindrucksvollen Schreibstil unterstreicht.
Fazit: Palace of Silk ist eine mehr als gelungene Fortsetzung. Nervenaufreibend und spannend bis zur letzten Seite! Ich vergebe 5 von 5 Herzen.

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Rezension “Never loved before” von Monica Murphy

Never loved before von Monica Murphy

Klappentext: Ich habe mein Leben für sie riskiert, darf mich aber nicht zu erkennen geben …

Vor langer Zeit, als ich fünfzehn und eine komplett andere Person war, habe ich einem Mädchen das Leben gerettet. Ich habe nur ein paar Stunden mit ihr verbracht, aber irgendwie entstand eine Verbindung – und seitdem war ich nicht mehr derselbe. Niemand versteht, was wir durchgemacht haben. Niemand weiß, was es bedeutet, wir zu sein. Wir haben überlebt, aber ich fühle mich nicht, als ob ich richtig leben würde – bis jetzt. Acht Jahre später habe ich sie gefunden. Ich will, dass sie zu mir gehört. Aber sie wird mich für immer hassen, wenn sie herausfindet, wer ich wirklich bin.
(Quelle: Randomhouse)

Ein großes Dankeschön an den Heyne Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Meine Meinung: Never Loved Before ist mein zweites Buch von Monica Morphy, nachdem ich Sisters In Love – So hot abgebrochen hatte. Umso gespannter war ich darauf, wie mir ihr neuestes Buch gefällt.
Die Thematik in Never Loved Before ist hart, tiefgründig und kann Betroffene triggern, wobei ich schon beim ersten Punkt bin: Eine Triggerwarnung VOR der Geschichte wäre sinnvoller und angebrachter gewesen als danach.

T R I G G E R W A R N U N G

Die Protagonistin Katherine, genannt Katie, wurde mit zwölf Jahren entführt und was ihr angetan wurde, werde ich in dieser Rezension nicht sagen. Doch sie scheint einen Schutzengel zu haben, denn durch den jungen Will entkommt sie der Tortur. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Katie und Will sowie in der Gegenwart und Vergangenheit geschildert.
Viele Jahre später leidet Katie an den Folgen des traumatischen Erlebnisses und ist in ihrem Leben sehr eingeschränkt. Erst als sie ein Interview im Fernsehen gibt, kommen Steine der Vergangenheit wieder ins Rollen. Ihr damaliger Retter wird auf sie aufmerksam und macht sich auf die Suche nach ihr, denn vergessen konnte er sie nie…


“Ich glaube, dass eine Überlebende durchaus kaputt sein kann”, entgegne ich. “Sie nicht?” Jeder Mensch hat etwas, was er überwinden muss, auch wenn es bei manchen schlimmer ist als bei anderen.
Seite 378


Dass dieses Buch die Gemüter spaltet, wurde mir erst klar, als ich die Rezensionen dazu gelesen habe. Ich war verunsichert und verwirrt: Darf ich so eine Geschichte gut finden? Nach einem Gespräch mit meinen Mädels der Buchbloggereulen wurde mir klar: Ja, das darf ich! Eine Geschichte kann nicht jedem gefallen und die Gründe dafür sind individuell.
Die Handlung konnte mich bereits nach wenigen Seiten in seinen Bann ziehen und es kam mir vor, als würde die Autorin ganz anders schreiben als in Sisters In Love – So hot. Viel tiefgründiger und sensibler.
Durch die verschiedenen Perspektiven und Zeiten werden dem Leser sowohl die Charaktere und deren Erlebnisse näher gebracht. Die Geschehnisse sind erschütternd und prägend.
Dass es sich hier aber nicht nur um eine reine Liebesgeschichte dreht, wird schnell klar. Sowohl Katie als auch Will haben mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen und sich wieder auf einen anderen Menschen einzulassen ist schwieriger als alles andere. Die Geschichte hat mich mitgenommen wie schon lange keine mehr und das Ende zerreißt mir das Herz. Ihr glaub gar nicht, wie sehr ich der Fortsetzung entgegenfiebere!
Fazit: Never Loved Before lässt mich mit einem gebrochenen Herzen und der Freude auf Band 2 zurück. Hier gibts definitiv 5 von 5 Herzen.

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Rezension “Pfaeux – Die Rückkehr der Magien” von K.C. Zwilling

Pfaeux – Die Rückkehr der Magien von K.C. Zwilling

Klappentext: Lila. So verfärben sich die Augen der fünfzehnjährigen Lia nach der Begegnung mit einem mysteriösen Vogel, dem Pfaeux, eine Mischung aus Phönix und Pfau. Dieser ist eines der sieben Lichttiere, die den Menschen die sieben Magien gebracht haben, von denen jede durch eine spezielle Augenfarbe gekennzeichnet ist. Doch bis zu diesem Zeitpunkt waren die Magien mehr als ein Jahrzehnt lang erloschen. Warum sind sie zurückgekehrt? Und was hat das alles mit dem Auftauchen des gefährlichen rotäugigen Mannes und seiner neuen, achten Magie zu tun? Zusammen mit dem silberäugigen Alois und seinem goldäugigen Bruder Ares beginnt Lia die Suche nach Antworten, die sie zu den Sitzen der Magien in verschiedene Länder führt.
(Quelle: : K.C. Zwilling)

Ein großes Dankeschön an K.C. Zwilling für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Meine Meinung: Liebevoll verpackt mit einer Pfauenfeder ist Pfaeux – Die Rückkehr der Magien bei mir angekommen und das Cover wurde von niemand anderem als Marie Graßhoff gestaltet, die mich auch dieses Mal mit ihrer Arbeit begeistert hat.
Die Geschichte beginnt mit einem rasanten, etwas mysteriösen und neugierig machenden Prolog. Bereits  nach wenigen Sekunden hat mich auch der sehr ausschmückende und bildhafte Schreibstil der Autorin begeistert.
Der Leser erhält einen kurzen Einblick in das bisherige Leben der Protagonistin Lia und nach einigen Kapiteln befinden wir uns in einer anderen Welt. In einer Welt, in der es Magie und Einhörner (schmacht) und noch viel mehr Geheimnisse gibt.Aber Lia scheint auch zu dieser Welt zu gehören, mehr als sie bisher ahnt.  Denn warum kehren ausgerechnet durch sie die bis dato verschollenen Magien zurück? Und wer ist der rotäugige Mann?


“Geschichten und Erinnerungen sind etwas Schönes, etwas Kostbares. Aber man sollte ihnen nicht ständig nachhängen, sonst verpasst man die Wunder im eigenen Leben.”
Seite 145


Zusammen mit Lias neuen Freunden machen wir uns auf eine Reise durch verschiedene Länder, wobei wir immer mehr über die Magien und deren Lichttiere erfahren. Die Gedichte und Geschichten der Vergangenheit sind ein schönes Stilmittel, die dem Leser noch mehr von der verwunschenen Welt zeigen,
Die Nebencharaktere sind ebenso wie der Hauptcharakter liebevoll und authentisch geschaffen. Besonders gerne mochte ich Rosa mit ihrer herzlichen Art, die auch schnell zur Freundin von Lia wird.
Fazit: K.C. Zwilling hat eine Geschichte geschaffen, die vielseitig, magisch und vor allem für jüngere Leser von Fantasy ist. Ein Leseerlebnis, das ich mit 4 von 5 Herzen bewerte.

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Rezension “St. Garner – Eine undenkbare Affaire” von Tharah Meester

St. Garner – Eine undenkbare Affaire von Tharah Meester

Klappentext: Der stadtbekannte Pläsierer Liam Young ist fassungslos, als ihm ein neuer Freier gegenübersteht. Galen Sinclair wird für seine Kälte und Gesetzestreue gleichermaßen respektiert und gefürchtet. Da er darüber hinaus der Gemahl eines Kunden ist, will Liam ihn zurückweisen. Doch der Colonel mit den strengen Zügen und dem matten Blick stellt ihn vor eine Herausforderung, die der Meister der Erotik nicht ablehnen kann. Er gesteht dem verschlossenen Offizier zehn Nächte in seinem Bett zu, aber schon bald ist es nicht nur dessen prekäres Problem, das ihn reizt …

Ein großes Dankeschön an Tharah Meester für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Meine Meinung: Als die liebe Tharah mich fragte, ob ich ihr neuestes Werk lesen möchte, habe ich ihr ehrlich geantwortet, dass ich unsicher bin. Erotische Szenen und eine Liebesgeschichte zwischen zwei Männern?  Gay Romance ist ein Genre, das ich sehr gerne lese. Der historische Aspekt in St. Garner jedoch machte mich stutzig. Wie ich damit letztendlich klar gekommen bin und warum Tharah bei einer meiner Mails lachen musste, erfahrt ihr jetzt.


“Ein Band zwischen zwei Menschen wird mit der Seele geknüpft, nicht mit der Zunge.”
Position 6112


Die ersten Seiten waren für mich gewöhnungsbedürftig, aber schon nach wenigen Zeilen erfolgt das erste Zusammentreffen von Colonel Galen und dem Pläsierer Liam. Galen hat ein Problem, das seine Ehe zerstört und wobei ihm Liam helfen soll…
Galen scheint auf den ersten Blick sehr undurchschaubar, verschlossen, etwas launig und düster. Und hier kommt der Punkt, warum Tharah bei einer meiner Mails lachen musste: Ich habe Galen mit Snape verglichen 😀 Die Intention kam mir irgendwann während des Lesens. Liam hingegen ist jemand, den ich sofort in mein Herz geschlossen habe.
Ich muss sagen, dass es mir unheimlich schwer fällt, eine Rezension zu verfassen, die dem Buch gerecht wird. Der historische Aspekt in der Geschichte störte mich nach den ersten Seiten gar nicht, denn die Bindung und Beziehung, die Galen und Liam zueinander aufbauen, ist so tiefgründig und intensiv, dass ich mich vollkommen in der Handlung verloren habe. Langsam, aber keineswegs zu ausschweifend, nähern sich der Colonel und Pläsierer an und verdammt, was für eine wundervolle Liebesgeschichte hat Tharah Meester hier geschaffen?
Und ganz nebenbei bemerkt: Der Schreibstil der Autorin ist fabelhaft und ich konnte den Schmerz, die Verzweiflung und die Glücksgefühle der beiden Protagonisten spüren. Die erotischen Szenen beschreibt sie genauso leidenschaftlich und ich kann euch sagen, die Leidenschaft und das Knistern sind greifbar und lebendig.
Fazit: St. Garner – Eine undenkbare Affaire ist ein Buch, bei dem ich beim Lesen alles um mich herum vergessen habe und mich wahnsinnig fasziniert hat. Das war nicht mein letztes Buch von Tharah Meester! Hier gibts klare 5 von 5 Herzen von mir.

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Rezension “Dear Martin” von Nic Stone

Dear Martin von Nic Stone

Klappentext: Justyce McAllister ist einer der Besten seiner Klasse, Captain des Debattierclubs und Anwärter auf einen Studienplatz in Yale – doch all das interessiert den Polizisten, der Justyce die Handschellen umlegt, nur wenig. Der Grund für seine Verhaftung: Justyce ist schwarz. Und er lebt in den USA im Jahr 2017.
Mit Briefen an sein großes Vorbild Martin Luther King Jr. versucht Justyce, dem alltäglichen Rassismus etwas entgegenzusetzen. Und dann ist da noch Sarah-Jane, seine kluge, schöne — und weiße – Debattierpartnerin. Als jedoch sein bester Freund Manny erschossen wird, scheint es, als ob selbst Martin Luther King Jr. keine Antwort mehr für Justyce bereithält.
(Quelle: Rowohlt Verlag)

Ein großes Dankeschön an den Rowoht Verlag für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Meine Meinung: Dear Martin ist ein Buch, bei dem ich nicht weiß, wo ich anfangen soll. Wie der Klappentext verrät, begleiten wir Justyce durch sein Leben, das ganz und gar nicht langweilig ist. Warum? Er ist schwarz und das ist der Grund, weshalb die Menschen glauben, ihn verurteilen zu können, ohne ihn zu kennen. Diese Annahme macht mich unglaublich traurig und wütend und zugleich schäme ich mich für all die Menschen, denn sie bilden das Klischee, alle weißen Menschen würden so denken.
Auf den wenigen Seiten werden Theme wie Rassimus, Polizeigewalt und Herkunft eines Menschen behandelt, die nicht ohne sind. Dabei werden sowohl diese Themen als auch die handelnden Personen sehr tiefgründig dargestellt. Gesellschaftskritisch und schonungslos schildert der Autor das Leben von Justyce.


“[…] Was bringt es dann überhaupt, gut sein zu wollen?”
“Das, was andere Leute denken und tun, kannst du nicht beeinflussen, aber du hast volle Kontrolle über das, was du selbst bist. Letzten Endes läuft alles nur auf eine Frage hinaus: Auch wenn die Welt sich nie ändern wird, was für ein Mensch willst du sein?”
Seite 189


Besonders schön fand ich die verschiedenen Arten, dem Leser die Geschichte nahe zu bringen: Zeitungsartikel, Kapitel, die lediglich aus Dialogen bestehen oder die Briefe, die der Protagonist an sein Vorbild Martin Luther King schreibt.
Fazit: Bei Dear Martin gibt es so viel Schmerz, Trauer und Verzweiflung. Ein Buch, das ich erst einmal verdauen muss und das so viele Eindrücke hinterlassen hat Dafür gibt es 5 von 5 Herzen.

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