Rezension “Rock My Dreams” von Jamie Shaw

Rock My Dreams von Jamie Shaw

Klappentext: Hailey Harper hat einen Plan: so schnell wie möglich ihr Studium absolvieren, um nicht länger finanziell von ihrem Onkel abhängig zu sein. Doch dann begegnet sie Mike, und plötzlich kann sie an nichts anderes mehr denken. Mike ist der Drummer der berühmten Rockband The Last Ones to Know, er ist süß, witzig – und der Exfreund ihrer Cousine Danica, die ihn jetzt, da er berühmt ist, unbedingt zurückgewinnen will. Hailey geht auf Abstand, doch sie hat die Rechnung ohne Mike gemacht: Für ihn ist Hailey das Mädchen, auf das er sein Leben lang gewartet hat – und er wird alles tun, um ihr das zu beweisen… (Quelle: Randomhouse)
 

Meine Meinung: Rock My Dreams ist der finale Teil der Rock My-Reihe von Jamie Shaw, von der ich bereits die Vorgänger verschlungen habe. Dabei geht es um Hailey Harper, die bisher bei keinem Jungen die Funken gespürt hat, aber als sie auf den Drummer Mike trifft, ändert sich das schlagartig. Doch Mike ist tabu, denn er ist der Freund ihrer Cousine Danica.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Hailey erzählt, das letzte Kapitel darf man in die Perspektive von Mike schlüpfen.

Hailey will seit Kindheitstagen Tierärztin und da sie kein Stipendium bekommen hat, wird sie von ihrem Onkel finanziell unterstützt und wohnt mit dessen Tochter Danica zusammen. Die beiden Mädchen sind von Grund auf verschieden und ich kann euch sagen, Danica ist ein echtes Biest, denn sie ist egoistisch, oberflächlich und macht es ihrer Cousine nicht leicht. Sie gehört zu den Charakteren, die man von der ersten Seite ab hasst, was man von Hailey keinesfalls behaupten kann. Sie scheint zunächst das liebe, brave Mädchen von nebenan zu sein, aber hinter ihr verbirgt sich viel mehr. Ich habe sie schnell in mein Herz geschlossen und mir gewünscht, dass sie endlich aus dem Schatten ihrer Cousine heraustreten kann.
Dann gibt es natürlich noch Mike, der Drummer von The Last Ones to Know, der bereits in den vorherigen Teilen als Kumpel der Mädchen agiert hat.  Er ist ein sehr liebenswerter, hilfsbereiter Bandkollege und nimmt viel Rücksicht auf andere. Gleichzeitig lernt man eine andere Facette von ihm kennen. In diesem Buch konnte er sich wirklich in mein Herz schleichen und auch wenn Rock My Body, der zweite Teil, bisher mein Favortít war, rückt Rock My Dreams dem sehr nahe.
Andere bekannte Gesichter wie Rowan, Dee und Leti fehlen natürlich auch nicht, sodass das Bild abgerundet wird und es sich beim Lesen anfühlt, als würde man alte Freunde wiedersehen.
Fazit: Es ist definitiv ein toller Abschluss der Geschichte, auch wenn ich traurig bin, dass sie vorbei ist. Jamie Shaw hat es geschafft, mich von Rockstar-Geschichten zu überzeugen und ihre Reihe gehört mit zu meinen liebsten.

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Rezension “Marthas Widerstand” von Kerry Drewery

Marthas Widerstand von Kerry Drewery

Klappentext: Martha ist des Mordes angeklagt und sitzt in der ersten von sieben Zellen. Sieben Tage lang stimmt das gesamte Volk darüber ab, ob sie freigesprochen oder in die nächste Zelle verlegt wird. Die Zellen werden dabei immer kleiner, genauso wie Marthas Chancen auf einen Freispruch. Denn die Umfragen zeigen, dass der Großteil der Bevölkerung sie sterben sehen will. Doch was wäre, wenn Martha genau darauf spekuliert?
Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, bei dem es um viel mehr als ein einzelnes Menschenleben geht … (Quelle: Bastei Lübbe)

Meine Meinung: Als ich durch die Buchhandlung lief, ist mir zuerst das Cover des Buches aufgefallen. Der Blick des darauf abgebildeten Mädchens spiegelt exakt das Gefühl der Protagonistin Martha wider: Verzweiflung, aber auch Entschlossenheit. 
Es geht um eine Gesellschaft, in der es keine Richter, Gerichte, Geschworene oder Zeugen gibt, sondern die Bevölkerung stimmt per Votings über die Schuld oder Unschuld eines Menschen ab. Das ganze geschieht in sieben Tagen, die der Beschuldigte in einer Zelle verbringt. Der ganze Prozess wird im Fernsehen übertragen und als ein Medienspektakel dargestellt. Daran könnt ihr schon erahnen, wie perfide dieses System aufgebaut ist. Und in diesem Fall geht es um die sechzehnjährige Martha, die sieben Tage in einer Zelle sitzt…

Seit den Tributen von Panem scheint das Genre der Dystopie klischeebeladen, sodass man glaubt, nichts mehr neues zu lesen. Aber schon der außergewöhnliche Erzählstil zeigt, dass dem nicht so ist, denn es wird aus mehreren Perspektiven berichtet. Das Lesen wird dadurch keinesfalls erschwert, sondern man erfährt dadurch mehr über das System, in dem die Menschen leben.
Ebenso gibt es Rückblenden, aus denen man erfährt, warum sich Martha in dieser Situation befindet und dass sie sehr wohl etwas damit erreichen will. Denn schnell merkt man, dass das System seine Fehler hat und es durchaus Menschen gibt, die sich dem widersetzen wollen.
In einem weiteren Punkt unterscheidet sich die Dystopie von anderen, denn zum Zeitpunkt von Marthas Festnahme hat sie einen Freund. Hier erfährt man auch durch Rückblenden, wie die beiden sich kennen und lieben gelernt haben. Während ihres Gefängnisaufenthaltes macht sich Martha Gedanken darüber, ob sie ihn jemals wieder sehen oder mit ihm reden wird.
Mit der Protagonistin hat Kerry Drewery einen starken, selbstlosen Charakter entwickelt, vor der ich großen Respekt hatte. Auch die anderen Charaktere, aus deren Sicht teilweise geschrieben wird, sind sehr gut herausgearbeitet und jeder trägt seinen Teil dazu bei, dass Marthas Festnahme anders endet als die Mehrheit der Bevölkerung möchte.
Die Geschichte regt zum Nachdenken an und übt Kritik an unserer Gesellschaft, wodurch die Autorin eine Dystopie geschaffen hat, die sich nicht der Klischees bedient. Auch die Liebesgeschichte stand nicht im Mittelpunkt, sondern die Message der Autorin.

Gegen Ende bleiben jedoch noch Fragen offen, von denen ich erhoffe, dass diese im zweiten Teil beantwortet werden.
Fazit: Eine Dystopie, die sich von anderen abhebt und von Anfang bis Ende spannend war! Es war ein unerwartetes Lese-Highlight für mich.

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Rezension “Berühre mich. Nicht.” von Laura Kneidl

Berühre mich. Nicht. von Laura Kneidl

Klappentext:  Als Sage in Nevada ankommt, besitzt sie nichts – kein Geld, keine Wohnung, keine Freunde. Nichts außer dem eisernen Willen, neu zu beginnen und das, was zu Hause geschehen ist, zu vergessen. Das ist allerdings schwer, wenn einen die Erinnerungen auf jedem Schritt begleiten und die Angst immer wieder über einen hereinbricht. So auch, als Sage ihren Job in einer Bibliothek antritt und dort auf Luca trifft. Mit seinen stechend grauen Augen und seinen Tätowierungen steht er für alles, wovor Sage sich fürchtet. Doch Luca ist nicht der, der er auf den ersten Blick zu sein scheint. Und als es Sage gelingt, hinter seine Fassade zu blicken, lässt das ihr Herz gefährlich schneller schlagen...(Quelle: Buch)

Meine Meinung: Berühre mich. Nicht. ist eines der Bücher, die in letzter Zeit am meisten gehypt wurden und natürlich wollte ich mir das nicht entgehen lassen. Dementsprechend hatte ich hohe Erwartungen.
Hier geht es um Sage, die aufgrund eines Traumas in ihrer Vergangenheit an einer Angststörung leidet und in eine andere Stadt flieht statt ihre Angst zu bekämpfen. Dabei lernt sie April und Luca kennen, die ihr unbewusst helfen, mit ihrer Angst umzugehen. Von der ersten Seite an verfolgt man Sages neues Leben mit und bekommt einen Eindruck davon, wie sehr ihre Angst ihren Alltag bestimmt. Selbst die kleinsten, alltäglichen Dinge fallen ihr schwer. So ist es schön zu lesen, dass sie sich irgendwann dazu überwinden kann, Hilfe zu suchen und anzunehmen. Dabei freut man sich über jeden noch so kleinen Fortschritt und schnell wurde mir bewusst, dass Laura Kneidl nicht irgendein typisches New Adult-Werk erschaffen hat. Die ernste Thematik, die sie schildert, hat mich aus persönlichen Grund sehr berührt und ich konnte Sages Handlungen sowie Entscheidungen auf jeder Seite nachvollziehen, da ich selbst weiß, wie es ist mit Angst zu leben.
Die Autorin hat mit Sage eine authentische, interessante und liebenswerte Figur geschaffen, die ich einfach gerne in den Arm genommen hätte. In ihrem neuen Leben werden ihr jedoch immer wieder Steine in den Weg gelegt, bei denen sie das Gefühl hat, zu scheitern.

“Und im wahren Leben liegt die Perfektion auch manchmal in der Unvollkommenheit.”
Seite 358

Eine weitere Person, die Sage kennenlernt, ist April. Ich habe sie sofort in mein Herz geschlossen, so wie April es mit Sage getan hat. Sie merkt schnell, dass bestimmte Dinge für Sage unangenehm sind, aber sie begegnet ihr trotzdem vorurteilslos oder bedrängt sie. Schnell wird sie ein großer Halt für Sage und ist eine wunderbare Freundin.
Dann gibt es da noch Luca, der Bruder von April. Man könnte meinen, das ganze entwickelt sich zu einer “Good Girl meets Bad Boy”-Story, aber Luca ist ein Mann (natürlich gut aussehend), der einfach Bibliothekswesen studiert und es liebt, zu lesen. Also so gar nicht Bad Boy. Lediglich seine täglich wechselnden Freundinnen sind klischeehaft, aber auch er hat Sage vorbehaltlos akzeptiert. Luca bemerkt auch, dass Sage traumatisiert ist, aber sein Verhalten fand ich ebenso vorbildlich wie das seiner Schwester. Und hier muss ich anmerken, dass es solche Menschen wie April und Luca nicht oft gibt und Laura Kneidl mit diesen beiden wunderbare Charaktere geschaffen hat.
Aber es gibt auch Nebencharaktere, die ihren Part zur Geschichte beitragen. Gavin, Lucas bester Freund, und Megan, Sages beste Freundin, mit der sie telefonisch immer noch Kontakt hat und die als einzige von ihren Ängsten weiß.
Während dem Lesen versteht man auch langsam, welches Trauma Sage erlitten hat und ist darüber einfach nur fassungslos. Kurze Rückblenden lassen daraus schließen und passen perfekt in die Momente, in denen Sage Panik bekommt.
Ein weiterer Punkt, den ich als sehr authentisch empfand, war das Tempo, in dem sich Sage und Luca näher gekommen sind. Sage hat Ängste, die sich nicht innerhalb von Tagen, Wochen oder gar Monaten lösen.

“Die Berührung war kaum spürbar, dennoch reichte sie aus, um meinen ganzen Körper in Flammen zu setzen.”
Seite 321

 Letztendlich kann ich sagen, dass ich nicht erwartet hätte, ein Buch zu lesen, das ein so ernstes Thema behandelt. Aber Laura Kneidl hat die Ängste sehr gut beschrieben und Berühre mich. Nicht. hat mich unglaublich beeindruckt, was nicht als letztes daran liegt, dass ich weiß, wie es ist alltägliche, kleinste Dinge nicht schaffen zu können. Ich fühlte mich mit Sage verbunden. Ich litt, weinte, jubelte, seufzte, hoffte.
Und dann kommt das Ende: abrupt und unerwartet. In meinem Kopf schrie ich laut Nein, aber andererseits konnte ich Sage verstehen. Das Buch ist definitiv eines meiner Jahreshighlights und ich hoffe, Teil 2 wird in den nächsten Tagen bei mir eintrudeln. Ich muss verdammt nochmal wissen, wie es weitergeht! 😀

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Rezension “Quäl das Fleisch” von Monica J. O’Rourke

Quäl das Fleisch von Mona J. O’Rourke

Klappentext: Zoey wusste nicht, was echter Schmerz ist. 
Nachdem sie in Mannhatten entführt wurde, wird Zoey in einen Bunker verschleppt und Opfer der abartigen Fantasie eines kranken Mannes. Doch sie ist nicht die einzige Gefangene, in Käfigen vegetieren dutzende Frauen vor sich hin. Täglich werden sie gequäl…
Doch sie lernt schnell: Echter Schmerz ist etwas zwischen Ekstase und Pein…  (Quelle: Buch)

Meine Meinung: Quäl das Fleisch gehört zur Extrem-Reihe des Festa Verlags und handel von Zoey, die entführt wurde und in einem Bunker aufwacht, in dem sich noch viele weitere Frauen befinden. Die Frauen sollen Gehorsam erlernen und mussen dafür täglich Aufgaben in einem der etlichen Räume erledigen. Doch diese Aufgaben sind so grauenvoll, dass die Gefangenen am liebsten sterben möchten. Tag für Tag erleben sie die Hölle, bis etwas passiert, das so viel Spannung und Adrenalin in die Geschichte bringt, dass ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen konnte.
Monica J. O’Rourke konnte mich vollkommen mit ihrem Werk überzeugen und sie schrieb das ganze so authentisch, denn: Es könnte genauso im realen Leben passieren. Das ist erschreckend und gleichzeitig wird einem durch das Buch bewusst, was in einem Menschen hervorgeht, wenn sein Innerstes vollkommen gebrochen ist. Außerdem ist sie eine der wenigen Frauen in diesem Genre und hat durch dieses Buch bewiesen, dass sie durchaus einen Platz neben Edward Lee und anderen “Extrem-Autoren” verdient hat.
Jedoch möchte ich darauf hinweisen, dass man das Buch eher nicht lesen sollte, wenn man nicht mit Gewalt und Erniedrigung von Frauen umgehen kann.

P.S.: Von Monica J. O’Rourke gab es eine beim Festa-Verlag erschienene Sammlerausgabe (“Dies ist mein Fleisch”), die auf 666 Exemplare limitiert war und von ihr signiert. Diese musste ich mir natürlich auch zulegen und ich hoffe auf weitere Werke der Autorin.

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Rezension “Muschelknacker” von Edward Lee und John Pelan

Muschelknacker von Edward Lee und John Pelan

Klappentext: Die Brüder Esau und Enoch leben zufrieden am Sutherland Lake, irgendwo in der Einsamkeit Nordamerikas. Sie missbrauchen und quälen die dummen Stadtmenschen, die sich in ihr Reich verirren, und bereiten aus ihnen nach raffinierten Rezepten köstliche Speisen zu… (Quelle: Buch)

Meine Meinung: Ich bereits “Das Haus der bösen Lust” von Edward Lee gelesen, welches mich jedoch nicht ganz überzeugen konnte, aber dieses Werk konne mich definitiv unterhalten. Das Buch entstammt der Extrem-Reihe des Festa Verlages, welches meine persönliche Lieblingsreihe ist.
Es geht um den Sterne-Koch Ashton, der auf der Suche nach neuen Rezepten und Zutaten auf einen besonderen Aal stößt, den Muschelknacker. Da es diesen jedoch nur auf Sutherland Lake gibt, machen sich Ashton und sein Bruder Bob sowie deren Freundinnen Sheree und Carol auf den Weg dorthin. Als die zwei Freundinnen die Gegend erkunden, machen sie merkwürdige Entdeckungen und bringen sich somit selbst in Gefahr.
Der Muschelknacker gehört zu den Büchern, bei denen man sich fragt, wie die Autoren auf solche Ideen kommen und woher sie wissen, wie dies oder jenes funktioniert. Auf jeder Seite lauern extreme, teils perverse Ereignisse, die sehr detailliert beschrieben werden, aber keinesfalls die Lesequalität mindern. Im Gegenteil: Man schwankt zwischen Faszinierung, Ekel und Belustigung. Das Buch gehört zu Recht der Extrem-Reihe an und erinnert mich wieder daran, warum ich den Verlag so mag. Es ist jedes Mal ein außergewöhnliches Lese-Erlebnis.
Nichtsdestotrotz möchte ich anmerken, dass das Buch nicht für schwache Gemüter und Nerven ist. Wem die Thriller im Buchhandel zu heftig sind, sollte das Buch lieber nicht in die Hände nehmen.

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Rezension “Wie die Stille unter Wasser” von Brittany C. Cherry

Wie die Stille unter Wasser von Brittany C. Cherry

Klappentext: 
Momente. 

Die Menschen erinnern sich vor allem an Momente. 

Denn das Leben ist eine Summe aus einer unendlichen Anzahl von Momenten. Manche sind grausam und voller Erinnerung an nicht vergangenen Schmerz. Manche sind unglaublich schön und voller Versprechen, die auf einen besseren Morgen hoffen lassen. Ich habe in meinem Leben viele solcher Momente erlebt. Momente, die mich veränderten, die mich herausforderten. Momente, die mir Angst machten und mich in die Tiefe rissen. Doch die größten Momente – die, die mir das Herz brachen und den Atem raubten – habe ich alle mit ihm erlebt.

Alles begann mit einen Nachtlichtm das aussah wie eine Rakete, und einem Jungen, der mich nicht lieben wollte.

(Quelle: Buch)

Meine Meinung:  Wie die Stille unter Wasser is der dritte Teil der Romance-Elements-Reihe von Brittany C. Cherry, die sich bereits mit den vorherigen Werken einen Platz tief in meinem Leser-Herz ergattern konnte. Die Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden.
Es geht um Maggie und Brooks, deren intensive Verbundenheit, Familie und das Leben. Die Autorin hat mit Maggie und Brooks nicht nur authentische Protagonisten erschaffen, sondern auch sehr gut herausgearbeitete Nebencharaktere.
Das Buch ist aus der Sicht von beiden geschrieben, sodass man sich besonders gut in sie hineinversetzen konnte. Aber vor allem bei dieser Geschichte hatte ich das Gefühl, besonders gut mitfühlen zu können.

Ich muss gestehen, in den ersten Seiten habe ich mir mit Maggie schwer getan, aber mit jedem Kapitel merkte ich, dass ich ihr sehr ähnlich bin. Ich fühlte mit Maggie, ich fühlte wie sie. Und dann gibt es da Brooks, den ich dafür bewunderte, dass er nie aufhörte an Maggie zu glauben, denn diese Menschen gibt es nicht oft.

“Diejenigen, die an dich glauben, wenn du selbst nicht mehr an dich glaubst, sind die, an denen du festhalten musst.”
Seite 107

Dazu kam noch die familiäre Situation von Maggie. Eine Familie hält zusammen, aber manchmal bekommt sie Risse und fällt auseinander und es ist schwer, damit umzugehen. Oft ist es für Familienmitglieder auch schwer, mit Menschen umzugehen, die anders sind. Aber anders sein bedeutet nicht weniger wert sein. Still sein bedeutet nicht, weniger wert zu sein.
Und dann las ich Seite 336 und mein Herz rutschte in die Hose. Es fühlte sich so befreiend an. So glücklich.
Brittany C. Cherry hat ein wunderbares Gefühl für Worte, denn wenn man zwischen den Zeilen liest, berührt es einen zutiefst. Wie kleine, versteckte Nachrichten, die die Autorin an ihre Leser richtet.
Mal wieder konnte sie mich mit ihrem Buch vollkommen überzeugen und eine Bitte: LEST DAS NACHWORT. Ich habe mich in jedem Satz wiedergefunden und habe geweint. Danke, Brittany, fürs Mut machen.

“Hört niemals auf zu sprechen, auch wenn eure Stimme anfängt zu zittern, okay? Gebt niemals auf. “
Seite 391

P.S.: Bei diesem Buch habe ich wieder so viele Seiten mit Post-Its versehen, weil die Worte einfach wahr sind und sie mich daran erinnern, an mich selbst zu glauben. Leise Stimmen sind nicht weniger wert.


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Rezension “Feel Again” von Mona Kasten

Feel Again von Mona Kasten

Klappentext: Sawyer Dixon ist jung, tough – und eine Außenseiterin. Seit dem Tod ihrer Eltern lässt sie niemanden an sich heran. Das ändert sich, als sie Issac Grant kennenlernt. Mit seiner Nerd-Brille und den seltsamen Klamotten ist er eigentlich das genaue Gegenteil von Sawyers üblchem Beuteschema. Doch als Isaac, der es satthat, single zu sein, sie um Hilfe bittet, schließen die beiden einen Deal: Sawyer macht aus Isaac einen Bad Boy und darf dafür seine Entwicklung als Fotoprojekt für ihr Studium festhalten. Aber Sawyer hat nicht mit den intensiven Gefühlen gerechnet, die zwischen ihr und Isaac hochkochen… (Quelle: Buch)

Meine Meinung: Feel Again ist der dritte und leider letzte Teil der Again-Reihe von Mona Kasten. Die Protagonistin Sawyer konnte man schon im vorherigen Teil kennenlernen, wobei sie dort nicht unbedingt sympathisch herüberkommt. Aber in Feel Again wird ihre Geschichte beleuchtet, wodurch man versteht, warum sie so handelt, wie sie handelt. Mit jeder Seite mochte ich Sawyer mehr, was ich im vorherigen Teil niemals gedacht hätte, aber jeder hat seine Gründe, warum er zu dem Mensch geworden ist, der er ist.
Dieses Werk erschien mir von der Konzeption ein bisschen anders, da es nicht die typische “Good Girl meets Bad Boy”-Story ist, was qualitativ aber keinerlei Abstriche macht. Isaac, auf den Sawyer trifft, ist das komplette Gegenteil von ihr und das ist es, was die Geschichte ausmacht.
Ebenso stellen Isaacs Geschwister und Familie tolle Nebenfiguren dar, die man einfach mögen muss. Den Deal, aus Isaac einen Bad Boy zu machen, betrachtete ich zunächst kritisch. Soll er sich komplett ändern? Vom Aussehen hin bis zum Charakter? Die Vorstellung gefiel mir nicht und doch löste Mona Kasten  das sehr gelungen.
Weiterhin sind wieder die Charakter aus den vorherigen Teil zu sehen, was das Bild vervollständigt und als Leser lächeln lässst.
Abschließend lässt sich sagen, dass es ein wunderbarer Abschluss der Reihe war und ich traurig bin, mich von den Charaktere verabschieden zu müssen. Aber wofür gibt es Re-Reading?

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Rezension “Trust Again” von Mona Kasten

Trust Again von Mona Kasten

Klappentext: In dem Moment, in dem sie Spencer Cosgrove zum ersten Mal gegenübersteht, weiß Dawn, dass sie ein Problem hat. Ein großes Problem. Spencer ist sexy, charamant und lustig, genau ihr Typ – und er beginnt augenblicklich mit ihr zu flirten. Doch Dawn hat sich geschworen, die Finger von Männern zu lassen. Zu tief sitzt der Schmerz, den sie empfindet, weil sie der falschen Person vertraut hat, zu groß die Wunde, die sein Verrat hinterlassen hat. Aber Spencer gibt nicht auf. Und als Dawn herausfindet, dass auch er ein herzzerreißendes Geheimnis verbirgt, wird ihr klar, dass sie keine Chance hat gegen die Art und Weise, wie er ihre Welt auf den Kopf stellt. (Quelle: Buch)



Meine Meinung: Trust Again ist der zweite Teil der Again-Reihe von Mona Kasten, die sich bereits mit Begin Again einen Platz in meinem Leser-Herz erobert hat. Auch Dawn, die uns dort begegnet ist, fand ich wahnsinnig toll.
Und hier schafft Mona Kasten eine schmerzende Vergangenheit, dessen Folgen für Dawn in ihrer Gegenwart immer noch präsent sind. Dann gibt es noch Spencer, der eine sehr erfrischende Art hat und versucht, Dawn zu überzeugen, aber ihre Narben sind zu tief. Doch auch er hat ein Geheimnis und zusammen ergibt das eine wundervolle Geschichte, die mich tief berührt hat. In diesem Werk stecken noch mehr Emotionen und es vermittelt vor allem eines: Hoffnung, gibt nicht auf.
Mit Spencer hat die Autorin auch einen Protagonist erschaffen, der sich zu einem Bookboyfriend entwickelt und den man einfach mögen muss!

Ebenso treffen wir in diesem Teil wieder auf Allie und Kaden und das ist ein weiterer Punkt, den ich sehr gerne mag: Auch das Drumherum um die Geschichte sowie das Setting passt.
Mona Kastens Schreibstil ist wie zuvor wunderbar zu lesen und mit diesem Werk hat sie es geschafft, zu eine meiner Lieblingsautorinnen zu werden.
Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich mich auf Feel Again, den dritten Teil gefreut habe, denn dazu wird es auch noch eine Rezension geben. Und wisst ihr, wie ich mich noch mehr gefreut habe, als ich gesehen habe, dass Mona Kasten dieses Jahr eine neue Reihe veröffentlicht? Die Reihe ist jedenfalls schon vorbestellt haha.

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Rezension “Begin Again” von Mona Kasten

Begin Again von Mona Kasten

Klappentext: Noch einmal von vorne beginnen – das ist Allie Harpers sehnlichster Wunsch, als sie für ihr Studium nach Woodshill zieht. Dass sie ausgerechnet in einer WG mit einem überheblichen Bad Boy landet, passt ihr daher gar nicht in den Plan. Kaden White ist zwar unfassbar attraktiv – mit seinen Tattoos und seiner unverschämten Art aber so ziemlich der Letzte, mit dem Allie sich eine Wohnung teilen möchte. Zumal er als allererstes eine Liste von Regeln aufstellt. Die wichtigste: Wir fangen niemals etwas miteinander an! Doch Allie merkt schnell an, dass sich hinter Kadens Fassade viel mehr verbirgt als zunächst angenommen. Und je besser sie ihn kennenlernt, desto unmöglicher wird es ihr, das heftige Prickeln zwischen ihnen zu ignorieren. (Quelle: Buch)




Meine Meinung: Begin Again ist der erste Teil der Again-Reihe von Mona Kasten und stand einige Zeit ungelesen in meinem Bücherregal, doch als eine Blogger-Freundin so beeindruckt von dem Werk war und mir sagte, ich solle es unbedingt lesen, nahm ich das Buch sofort in die Hand.
Und ich wurde keineswegs enttäuscht.
Kadens Regel, dass die beiden niemals etwas miteinander anzufangen, funktioniert natürlich nicht und es ist der Beginn einer aufregenden Liebegeschichte. Die Idee dahinter ist nichts Neues, aber Mona Kastens Schreibstil ist hervorragend und wunderbar flüssig, sodass ich die fast 500 Seiten regelrecht verschlungen habe.
Zudem sind mir die Charaktere sofort ans Herz gewachsen, was nicht nur für die Protagonisten Allie und Kaden gilt, sondern auch für deren Freunde Dawn und Scott. Nebenbei bemerkt: Um diese geht es in Trust Again, dem zweiten Teil der Again-Reihe.
Weinen, lachen, mitfühlen – all das habe ich während dem Lesen getan und dieses Buch gehört mit zu meinen Lieblingsbüchern. Danke, Mona.

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Rezension “Abandoned – Unfolding 2” von Penny L. Chapman

Abandoned – Unfolding 2 von Penny L. Chapman

Klappentext: 

Tyler
Vor vier Jahren nahm sie mir meine Freiheit.
Sie hätte mit mir untergehen müssen, doch nur ich landere im Knast.
Ich habe nichts vergessen. Keinen der Schreie, wenn ich in ihr war. Keines ihrer Worte, wenn wir alleine waren.
Ich bin zurück.
Du wirst bezahlen…

Blake
Ich habe schreckliche Fehler gemacht.
Der erste war, das Richtige tun zu wollen.
Der zweite, ihn zu unterschätzen.
Ich spüre seine Blicke in meinem Rücken.
Er will Rache.
Doch ich bin kein Opfer.



Meine Meinung: Abandoned ist der zweite Teil der Unfolding-Reihe von Penny L. Chapman, in dem es um Tyler und Blake geht, die uns bereits in Pretend begegnet sind. Auch sie haben eine gemeinsame Vergangenheit, doch es sind noch lange nicht die letzten Worte geredet.
Tyler war in Pretend nicht unbedingt ein Sympathieträger und man ahnte, dass er gefährlich ist. Sehr gefährlich. Aber da ging es mir ähnlich wie anderen Leserinnen: Es machte neugierig. Neugierig darauf, was zwischen ihm und Blake vorgefallen ist und was sich hinter der Fassade befindet.
Das Buch wird wie sein Vorgänger abwechselnd aus der Sicht von beiden Protagonisten erzählt, was ich allgemein sehr mag, da man sich so in beide Welten einfühlen kann.
Bereits ab der ersten Seite war mir Blake sympathisch und sie entwickelte sich mit jedem Kapitel zu einer noch außergewöhnlicheren und mutigeren Protagonsitin. Ich fand Blake unglaublich toll und stark, vor allem da sie sich nicht von Tyler unterbuttern ließ.
Was Tyler angeht, möchte und kann ich nicht viel sagen. Man fragt sich während des Lesens immer wieder: Warum tut er das? Wieso ist zu diesem skrupellosen Menschen geworden, der er ist? Was ist ihm wiederfahren? Tyler ist von so viel Dunkelheit umgeben, zu der man erst durchdringen muss. Das erfordert viel Durchhaltevermögen und ich fand die Geschichte um Tyler wahnsinnig faszinierend, sodass ich definitiv Team Ty bin.

Ich bin gespannt, was mich in Crashed, dem dritten Teil der Unfolding-Serie erwartet!

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