Rezension “Wutrauschen” von Simone Trojahn

Wutrauschen von Simone Trojahn

Klappentext: Was passiert, wenn sich zwei verlorene Seelen finden?

Als der eigenbrötlerische und durch seine dominante Mutter schwer traumatisierte Marvin die ebenso süße wie sonderbare Altenpflegerin Emma kennenlernt, scheint es Liebe auf den ersten Blick zu sein. Doch Marvin ist nicht der Einzige mit einem düsteren Geheimnis. Emma hat ein massives Problem mit ihrer Wut, diesem heiß brodelnden Biest in ihrem Kopf.

Wird Marvin ihr Retter sein, kann er das Biest zähmen oder verschlingen die Dämonen der Vergangenheit ihre längst verlorenen Seelen?
WUTRAUSCHEN – die etwas andere Liebesgeschichte.
(Quelle: Redrum Books)

Ein großes Dankeschön an Redrum Books für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Meine Meinung: Mit Wutrauschen erreichte mich das erste Rezensionsexemplar von Redrum Books und bereits das Cover sowie der Klappentext versprechen eine grausame Handlung. Kurzum: Genau das, was ich liebe zu lesen!
Marvin und Emma sind zwei Protagonisten, die durch ihre Vergangenheit traumatisiert sind und dennoch Seiten haben, die den Leser dazu verleiten, sie zu mögen. Ihre oftmals seltsamen und befremdlichen Handlungen sowie Gedanken schildert Simone Trojahn mit einer Intensität und Einfühlsamkeit, dass einem das Ausmaß ihrer Traumata erst klar werden.


“In der glatten Klinge brach sich das Licht der untergehenden Sonne. Fast hätte er vergessen, dass sie Sommer hatten. Weil sich alles nach Winter anfühlte.”
Seite 201


Als wäre es mehr als nur Schicksal finden Marvin und Emma zusammen. Aber zwei kaputte Seelen, in denen mehr Dunkelheit herrscht als in einer sternenlosen Nacht, können ihr Beisammensein nicht auf Dauer erhalten. Sie geraten in einen Strudel aus Verzweiflung, Zerrissenheit und Gewalt. Irgendwie bricht mein Herz ein kleines Stück, denn beide scheinen einander zu lieben, aber ihr abgekämpftes Seelenleben kann das nicht zulassen. Besonders ihre letzten Taten können auf Leser mit schwachen Nerven verstörend wirken (was sie auch sind), allerdings hat die Autorin eine Geschichte geschaffen, die alle Register zieht. Ihr gelingt es, sowohl das soziale Umfeld zu schreiben als auch den inneren Zwist der Charaktere, ohne langatmig zu wirken. Im Gegenteil: Sie baut Spannung auf und man muss lesen, man muss hinsehen, auch wenn man im einen Moment “Igitt!” denkt und die imaginäre Kotztüte herausholen will.
Fazit: Ich bin hin und weg! Simone Trojahn hat einen berauschenden Trip mit Nachwirkungen geschaffen. Hierfür gibts volle 5 von 5 Herzen!

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