Rezension “Dead End Tokyo – Band 1” von Skyla Lane

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Dead End Tokyo – Band 1 von Skyla Lane
 
Klappentext:


Das postapokalyptische Japan: ein Land, das mittlerweile die Pforte zur Hölle ist. Herumstreunende Bestien, hungrige Tiere, grausame Diktatoren; im Japan des 22. Jahrhunderts gibt es weder Gesetze, Mitgefühl noch Ehre. Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Zerstört durch die großen Kriege der Neuzeit, ist sie Brutstätte teuflischer Machenschaften geworden. Mittendrin die 19-jährige Rin. Die Kinder der Apokalypse hatten früh lernen müssen, was Überleben bedeutet: foltern, unterdrücken, morden. Erst, als Rin die junge Nanami Kono kennenlernt, entsinnt sie sich an die Werte einer vergangenen Zivilisation. Und als sie dem kampferprobten Kai begegnet, rührt sich sogar der verkümmerte Muskel in ihrer Brust. Doch hat die Liebe in Zeiten von Verrat und Rachsucht überhaupt eine Chance? (Quelle: Amazon)

 
Ein goßes Dankeschön an Skyla Lane für die Zusendung des Rezensionsexemplares!
Dies beeinflusst jedoch in keinster Weise meine Meinung.
 

Meine Meinung: Dead End Tokyo – Band 1 ist das zweite Buch, das ich von Skyla Lane lese und ich war gespannt, in welche Welt die Autorin mich hier entführt.  
Wie der Titel schon verrät, spielt die Geschichte im völlig zerstörten, von Bestien und grausamen Diktatoren heimgesuchten Japan. Die junge Vollwaise Rin hat schon in jungen Jahren gelernt, in dieser Welt zu überleben. Sie tötet und kämpf um zu überleben. Vetrauen, Hoffnung und Freundschaft sind ihr schon lange fremd – bis sie auf die hilflose Nanami trifft und ihr aus der Patsche hilft. Die beiden begeben sich auf die Flucht und hoffen in Abschnitt Eins auf ein Lager, in dem sie sich niederlassen können und sicher sind.
Auf ihrer Reise treffen sie auf die Brüder Kai und Sota. Die jungen Erwachsenen helfen sich gegenseitig mehrmals aus brenzligen Situationen und Rin spürt etwas, das sie schon lange vergessen hat…

“Und ob sie es sich eingestehen wollte oder nicht: ein kleiner Teil ihres Ichs sehnte sich nach Vertrauen.”


Die Geschichte startet recht ruhig und man bekommt einen Einblick davon, wie Rin alleine durch die Wälder zieht. Sie hat gelernt, sich in dieser grausamen Welt zu behaupten und schnell merkt man, dass sie ein unnahbares, teilweise kaltes und skrupelloses Mädchen ist.
Mit Rin hat die Autorin eine Protagonistin geschaffen, die ganz und gar nicht der typischen Norm entspricht. Rin ist ein charakterstarkes Mädchen, das mich von der ersten Sekunde an begeistern konnte. Die Unnahbarkeit, die sie ausstrahlt, konnte mich deshalb überzeugen, da auch mir dieser Charakterzug oft nachgerufen wird. Genau aus diesem Grund weiß ich auch, dass hinter der Fassade mehr steckt. Verletzlichkeit, der Wunsch nach Wärme und Hoffnung. Dazu kommt Rins prägende Vergangenheit und der Wunsch, den Tod ihrer Eltern zu rächen.
Ein weiterer Pluspunkt ist der außergewöhnliche Handlungsort Japan und die japanischen Namen, was ich bis dato so noch nicht gelesen habe.
Der Schreibstil von Skyla Lane ist wie bei Zombies in Berlin wahnsinnig bildhaft und die Spannung hatte zu Folge, dass ich beim Lesen ständig das Gefühl hatte, dass jemand Rin und ihren Freund auflauert. Man spürt die Anspannung auf jeder Seite und ich wollte nicht, aber ich musste, die Geschichte zu Ende lesen! 😄


“Keine einzige Träne glitzerte mehr in ihren Augen; sie waren wieder kühl wie die Nacht.”

Aber nicht nur Rin, sondern auch Nanami, die anfangs eher unbeholfen wirkt, konnte sich einen Platz in meinem Herzen ergattern. Die zwei Mädchen könnten unterschiedlicher nicht sein und doch verbindet sie eine Freundschaft. Rin möchte sich das zwar nicht wirklich eingestehen, aber gleichzeitig macht sie sich um sie Sorgen und will sie retten.
Die Brüder Kai und Sota sind beide sehr hilfsbereit, auch wenn sie in einer Welt leben, in der man niemanden trauen kann. Doch zwischen den Mädchen und den beiden Jungs entwickelt sich ein Band; sie werden langsam eine Gruppe. Auch die sich langsam entwickelnde Beziehung zwischen Rin und Kai wird sehr authentisch dargestellt und beginnt erst richtig gegen Ende. In den letzten Seiten habe ich richtig mitgefiebert und wahrscheinlich die ganze Zeit vor mich hergegrinst 😄 Bis ich den letzten Satz gelesen habe! 😣😨 Das Ende hat mich wirklich zerstört, denn auch wenn es kein wirklicher Cliffhanger war, ahnt man böses…

Fazit: Großartiger Auftakt einer dystopischen Romanreihe und für mich als Liebhaberin von Dystopien ein echtes Highlight, das volle fünf von fünf Herzen verdient!

💜💜💜💜💜

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