Rezension “Das Mädchen mit dem Perlenohrring” von Tracy Chevalier

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Klappentext:
Delft, 1664. Die junge Magd Griet wird in den Haushalt des holländischen Malers Johannes Vermeer gegeben und avanciert schnell zur Schülerin und Muse des Malers. Sie zeigt eine scheue, in Andeutungen belassene Zuneigung zu dem Künstler, dem sie schließlich Modell sitzt, was für Schikanen seitens Vermeers eifersüchtiger Gattin sorgt. Als der Maler das junge Mädchen bittet, den Perlenohrring seiner Frau für ein Porträt anzulegen, löst er eine Katastrophe aus, die Griets Zukunft bedroht.

Dieser moderne Klassiker und internationale Erfolg mit über 5 Millionen erkauften Exemplaren weltweit bleibt auch zwanzig Jahre nach Erscheinen mit seinen eindrücklichen und zugleich schlichten Beschreibungen ein zeitloses Meisterwerk, ganz nach dem Vorbild Vermeers. Grundlage der gleichnamigen und für den Oscar nominierten Verfilmung mit Scarlett Johanson und Colin Firth aus dem Jahr 2003.
(Quelle: Netgalley)


Ein großes Dankeschön an Netgalley und dem Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Das Mädchen mit dem Perlenohrring ist ein Klassiker, den ich endlich lesen wollte. Auch das berühmte Gemälde ist wohl jedem bekannt.
Der Inhalt ist simpel: Griet ist eine junge Frau und arbeitet fortan als Magd im Haushalt der Vermeers. Sie wird zur Muse des Mannes, steht ihm Model und eine gegenseitige Zuneigung zwischen beiden entsteht.
Die Handlung an sich hat mir gut, ja, sogar sehr gut gefallen. Ich mag diese Art von dramatischen, einerseits verbotenen Liebesgeschichten. Er, der verheiratete Mann und Maler, sie, die einfache Magd, die um vielfaches jünger ist. Die Zuneigung beider bleibt der Gattin natürlich nicht unbemerkt und ihre Art, dies zu äußern, ohne es direkt anzusprechen, ist auf gewisse Weise beängstigend. Aber auch das, was sich zwischen Griet und dem Maler mehr oder weniger anbahnt, wird nie direkt ausgesprochen. Die Autorin hat einen besonderen, gar speziellen Stil, dies zu beschreiben. Vielmehr bleibt es dem Leser selbst überlassen, zu interpretieren und die Gefühle der Protagonisten zu erfassen. Teilweise war mir der Stil dennoch zu nüchtern und die Charaktere erschienen mir nicht immer greifbar. Es herrschte stets eine gewisse Distanz, sodass ich mich nicht gänzlich auf die Geschichte einlassen konnte.

Fazit

Das Mädchen mit dem Perlenohrring ist ein gelungener Klassiker, dessen Liebesgeschichte ich gerne mochte, mich aber nicht hundertprozentig berühren konnte.

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