Rezension “Mehr Schwarz als Lila” von Lena Gorelik

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Klappentext: Alex trägt lieber Schwarz als Lila, ihr Vater schweigt die meiste Zeit, und ein Papagei soll ihre Mutter ersetzen. Das Beste von allem ist ihre Freundschaft mit Paul und Ratte; mit ihnen kann man auf die Zukunft und das Leben warten. Doch dann taucht plötzlich Johnny Spitzing auf, der junge Referendar. Und auf der Klassenfahrt nach Polen küsst Alex von lauter Gefühlen überrannt Paul – am unpassendsten Ort der Welt, in Auschwitz. Jemand fotografiert sie, das Bild geistert durchs Netz, und dann reden alle über Alex und die Jugend von heute, der Papagei entfliegt, und Alex erkennt: Jetzt ist das Leben da, und zwar mit voller Wucht.
(Quelle: Rowohlt)

Ein großes Dankeschön an Rowohlt für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Mehr Schwarz als Lila war für diesjährigen Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und als ich mir den Klappentext durchlas, der zwar teils verwirrend, teils interessant ist, wollte ich das Buch unbedingt lesen! Schon auf den ersten Seiten wurde mir klar, dass diese Geschichte anders ist. Denn der Schreibstil ist anders und eigentlich gut, eigentlich. Ich selbst hatte leider ein ziemliches Problem damit und der Einstieg fiel mir deshalb extrem schwer. Es war ungewöhnlich, dass der Leser direkt angesprochen wird, wobei ich nicht mal so schlecht fand. Ich habe es sogar als sehr erfrischend empfunden. Vielmehr störten mich die abgehackten Sätze und die Gedanken, die für mich nicht nachvollziehbar waren. Zwar drückt Lena Goreliks durch diesen Schreibstil die manchmal etwas chaotische, voreilige Gedankenwelt der Protagonistin Alex aus, aber ich konnte mich damit nicht anfreunden.

“Manchmal ist Stille Mut. Manchmal ist Mut Stille.”
Seite 40

Die Protagonistin Alex, die ihre Mutter früh verloren hat und hauptsächlich schwarze Kleidung trägt, war mir leider durchweg unsympathisch. Sie handelt oft unüberlegt, egoistisch und doch ist sie nur auf der Suche nach Liebe und Zuneigung. Ihre zwei Freunde Paul und Ratte waren mir da etwas sympathischer, wenn auch nicht übermäßig. Bis zu der Klassenfahrt, bei der Alex Paul küsst, sind die drei Jugendlichen die dicksten Freunde. Das ändert sich abrupt. Die Handlung zeigt für mich wenig bis kaum Spannung auf und konnte mich nicht fesseln. Die beschriebenen Gedanken der Protagonistin verwirrten mich dazu eher.

FAZIT

Ich habe von Mehr Schwarz als Lila mehr erwartet und wurde leider enttäuscht. Unsympathische Charaktere, eine Handlung, die mich in keinster Weise begeistern konnte und ein Schreibstil, der gewöhnungsbedürftig, aber durchaus gut aus.

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