Rezension “Nach dem Sommer” von Maggie Stiefvater

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Nach dem Sommer von Maggie Stiefvater

Klappentext: Jeden Winter wartet Grace darauf, dass die Wölfe nach Mercy Falls zurückkehren – und mit ihnen der Wolf mit den goldenen Augen. Ihr Wolf.
Ganz in der Nähe und doch unerreichbar, lebt Sam ein zerrissenes Leben: In der Geborgenheit seines Wolfsrudels trotzt er Eis, Kälte und Schnee, bis die Wärme des Sommers ihn von seiner Wolfsgestalt befreit.
Es ist September, als Grace und Sam sich verlieben. Doch jeder Tag, der vergeht, bringt den Winter näher – und mit ihm den endgültigen Abschied.

Mit „Nach dem Sommer“ schafft Maggie Stiefvater ein großartiges Liebespaar, das weltweit Millionen Leser begeistert hat.

„Nach dem Sommer“ ist der erste Band einer Trilogie.

Mehr Infos rund ums Buch unter:
www.maggiestiefvater.de (Quelle: script5)

Meine Meinung: Nach dem Sommer von Maggie Stiefvater handelt von der siebzehnjährigen Grace, die allen Grund dazu hätte, Angst vor den Wölfen zu haben, die in den Wäldern ihrer Heimatstadt Mery Falls leben. Denn als kleines Kind wurde sie von Wölfen angegriffen und hätte sie nicht ein Wolf mit gelben Augen gerettet, wäre sie tot gewesen. Seitdem wartet Grace jeden Winter auf die Rückkehr ihres Wolfes und über sechs Jahre hinweg nähern die beiden sich an, bis sich der Wolf sogar von ihr streicheln lässt.
Doch auf einmal wird einer ihrer Mitschüler von einem Wolf angegriffen, aber seine Leiche verschwindet spurlos. Als sich dann noch ihr Wolf mit den gelben Augen vor Grace in einen Menschen verwandelt, reagiert sie gar nicht so verwundert. Stattdessen versteht sie langsam, dass die Wölfe nicht nur Wölfe sind. Sie haben ein Geheimnis.

Auf meiner Facebookseite habe ich meine Follower gefragt, welches Buch ich von meiner #18für2018 Liste ich lesen und sie haben sich für Nach dem Sonmer entschieden. Und endlich konnte ich auch verstehen, warum viele für den Maggie Stiefvater schwärmen.
Bereits nach wenigen Seiten war ich vollkommen verzaubert, denn die Autorin kann unglaublich gut mit Worten umgehen und ich hatte sofort Bilder der Umgebung sowie der Personen im Kopf. Besonders die Temperaturangaben und wechselnden Perspektiven verleihen der Geschichte Spannung. Das ist übriges ein weiterer Punkt, den die Geschichte nicht zu einer typischen “Wolfs-Story” macht: Die Verwandlung hängt nicht vom Vollmond, sondern von der Temperatur ab. 

Die Geschichte wird ruhig erzählt und ist eher von Romantik und Melancholie geprägt als von Dramatik oder Action.
Dadurch dass Grace und der Wolf, Sam, sich jahrelang kennen, hat sich eine Verbindung zwischen beiden entwickelt, die enger wird, je länger Sam als Mensch Zeit mit ihr verbringt. Im Mittelpunkt steht somit die Liebe der beiden und die Tatsache, dass ein Wolf sich nicht ewig in einen Menschen zurückverwandeln kann, sondern nach Jahren ein Wolf bleibt. Somit versuchen Grace und Sam die Zeit zu nutzen, die ihnen bleibt. 
Grace’ Faszination für Wölfe ist für ihre zwei Freundinnen etwas befremdlich und sie sind davon teilweise sogar genervt, was ich etwas nachvollziehen kann, da Wölfe meistens das Gesprächsthema sind. Trotzdem fand ich die Herangehensweise, in der Stiefvater ihre Faszination in die Geschichte einbindet und erklärt, nicht aufgedrängt. Schnell wurde einem klar, dass Grace’ Leidenschaft die Wölfe sind, aber ich empfand es nicht als zu viel. Allgemein betrachtet mochte ich die Protagonistin gerne, wobei der Nebencharakter Isabel mit ihrer kratzbürstigen, etwas zickigen Art etwas Pepp in die Story gebracht hat.
Kurz möchte ich auch noch Grace’ Eltern vorstellen: Ihre Mutter ist Künstlerin, sehr zerstreut und ihr Vater begleitet sie oft zu Ausstellungen, sodass beide Elternteile meistens nicht zuhause sind und ihre Tochter sich um sich selbst kümmern muss. Deswegen wundert es den Leser kaum, dass sie so gefasst und neutral auf Grace’ Freund Sam reagieren. Im Laufe der Geschichte wird deutlich, dass Grace dies belastet und sich einfach nur etwas Aufmerksamkeit wünscht.
Dann gibt es natürlich noch Sam, der sehr unter seinem Mensch und Wolf-Dasein leidet. Er wirkt sehr nachdenklich, was man besonders merkt, wenn aus seiner Perspektive erzählt wird. Seine Gedanken kreisen oftmals um Erinnerungen, die ihn nachdenklich stimmen.

Fazit: Maggie Stiefvater konnte mich mit Nach dem Sommer vollkommen überzeugen und ich bin froh, den zweiten Teil (Ruht das Licht) in meinem Bücherregal stehen zu haben. Zwar endet das Buch nicht mit einem Cliffhanger, aber die Welt, in die Maggie Stiefvater, mich gezogen hat, hat mich fasziniert und gefesselt. 

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