Darum nerven mich Influencer | Teatime

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Es ist wieder Teatime! Heute möchte ich mit euch über ein Thema sprechen, das mir schon seit geraumer Zeit durch den Kopf geht: Influencer. Wikipedia liefert mir folgende Begriffsdefinition:

“Als Influencer (von englisch to influence ‚beeinflussen‘) werden Personen bezeichnet, die aufgrund ihrer starken Präsenz und ihres hohen Ansehens in sozialen Netzwerken als Träger für Werbung und Vermarktung in Frage kommen (sogenanntes Influencer-Marketing).”
(Quelle: Wikipedia)

Der Artikel entspricht rein meiner Wahrnehmung und es ist jedem überlassen, wie er darüber denkt!

Mittlerweile sind Influencer in aller Munde und wohl auch Auge, egal ob in den Instagram-Stories oder im Fernsehen. Sie sind in den verschiedensten Branchen tätig, von Beauty über Fitness bis hinzu Lifestyle. Sie verdienen ihr Geld durch Werbung, was ich grundsätzlich auch nicht verwerflich finde. In den letzten Jahren jedoch habe ich gemerkt, dass mir viele – nicht alle, möchte ich betonen – Influencer sauer aufstoßen. Ja, sie haben mich teilweise sogar genervt und mittlerweile folge ich nur noch einer Hand voll Influencern.
Laut meiner Instagram-Umfrage folgen 44 % Influencern, was mich ziemlich überrascht hat, da ich mehr erwartet hatte.

Perfektion als Lifestyle

Hauptsächlich bin ich genervt von Influencern, die Werbung für irgendwelche Wunderdiätpillen, Tees und sonstigem Kram machen, von denen sie nicht mal wissen, welche Inhaltsstoffe dort drin sind. Sie bewerben diese, ohne über mögliche Konsequenzen nachzudenken.
Doch vor allem nervt(e) mich eine Sache: Die vorgespielte Perfektion der Influencer. Versteht mich nicht falsch, die Bilder sind schön anzusehen, aber mehr für mich auch nicht. Oftmals vermitteln sie eine vollkommen abstruse Botschaft. Ständig Urlaub auf Übersee, Markenklamotten, nirgends Dellen noch Dehnungsstreifen, immer perfekt geschminkt und in Szene gesetzt. Das ist es, was mir sauer aufstößt und von dem ich gemerkt habe, dass es mir nicht gut tut. Zudem sind die Follower dieser Influencer meist junge Mädchen und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese tatsächlich davon negativ beeinflusst werden. Egal, ob es ihren Körper oder Lifestyle betrifft.
Ich bin 25 und weiß mittlerweile, dass diese Perfektion in keinster Weise der Realität entspricht. Aber auch das hat gedauert. Auch ich habe vor vielen Jahren, als Influencer noch einfache Youtuber waren, Schminktutorials geschaut und angenommen, ich müsste den neuesten Lippenstift besitzen. Meine Ansicht hat sich geändert und möglicherweise kann ich deshalb den “klassischen” Influencern nichts mehr abgewinnen.

Am Anfang des Artikels habe ich gesagt, dass ich nur noch einer Hand voll Influencern folge. Nämlich Influencern, die über Nachhaltigkeit, Umwelt, Bodypositivity und Lifepositivity und darüber reden, dass es okay ist, nicht Größe 38 zu tragen, ihre Dellen, Dehnungsstreifen und auch mal schlechte Momente nicht verstecken. Davon profitiere ich, höre mir gerne ihre Stories an, lese ihre Posts und kaufe auch hier und da ein nachhaltiges Produkt, wenn ich davon überzeugt bin.
Die obige Instagram-Story hat ergeben, dass sich die meisten nicht von Influencern in ihrer Selbstwahrnehmung beeinflussen lassen. Da meine Frage eventuell etwas schwammig formuliert war, kann das auf zwei Ergebnisse hinauslaufen: Die meisten lassen sich nicht beeinflussen und zweifeln nicht an sich, was ich auch super finde. Oder aber die 11 % lassen sich von Influencern insoweit beeinflussen, dass sie wissen, dass Perfektion nicht das Nonplusultra ist. Beides ist also ein gutes Ergebnis.

Letztendlich kann ich für mich selbst festhalten, dass Influencer nicht die unverbesserlichen Stars sind, wie es manchmal scheint. Auch sie sind Menschen mit schlechter Laune und schlechten Momenten wie wir.
Gerne könnt ihr mir eure Ansicht oder Meinung in den Kommentaren hinterlassen.

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